EDF will Reaktorsparte von Areva kaufen

Um den französischen Energiekonzern Areva zu retten, wird nun von EDF eine Mehrheit angestrebt, bei der Areva maximal ein Viertel der Sparte behalten werde. Weiterhin solle ein gemeinsames Unternehmen, ebenfalls mit einer Minderheitsbeteiligung durch Areva gegründet werden.

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Die Bemühungen um eine Rettung des französischen Atomkonzerns Areva kommen voran. Der heimische Stromversorger EDF kündigte am Donnerstag an, wie von der Regierung angestrebt eine Mehrheit von 51 bis 75 Prozent an der Reaktorsparte zu übernehmen. Areva werde maximal 25 Prozent an der Sparte behalten, die mit 2,7 Milliarden Euro bewertet wird. Zugleich würden die beiden staatlich kontrollierten Konzerne ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung neuer Kernkraftwerke gründen. EDF solle daran 80, Areva 20 Prozent halten. Ein konkretes Angebot solle gegen Jahresende vorgelegt werden. Von den Milliarden-Forderungen an Areva wegen Verzögerungen beim Bau eines Reaktors in Finnland sei EDF nicht betroffen.

Areva teilte mit, dass nach einem Verlust von 206 Millionen Euro im ersten Halbjahr ein Finanzbedarf bis 2017 von sieben Milliarden Euro bestehe. Schließen will der Konzern die Kapitallücke mit dem Verkauf von Vermögenswerten im Umfang von 2,4 Milliarden Euro und eigenen Mitteln über 1,2 Milliarden Euro. Zudem sei eine erhebliche Kapitalerhöhung nötig. Die Regierung hat bereits für September einen Plan zur Rekapitalisierung des Unternehmens angekündigt, das seit vier Jahren Verluste einfährt. Sie drängt seit längerem auf eine Lösung für die Krise des einst mächtigen Atomsektors im Land. Der Branche macht vor allem zu schaffen, dass seit der Fukushima-Katastrophe 2011 weniger Atomkraftwerke gebaut werden.

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