Investoren aus Asien entdecken europäische Immobilien

Durch die chinesische und taiwanische Deregulierung von Auslandsinvestitionen wird der europäische Markt attraktiver für asiatische Investoren. Bevorzugt wird in Einzelhandelsimmobilien investiert. Nicht nur Hype-Städte stehen auf den Listen der Investoren.

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Gewinner des ersten Halbjahrs auf dem europäischen Investmentmarkt war die Asset-Klasse Einzelhandelsimmobilien mit einem Plus von 57% auf 38 Mrd. Euro. Inzwischen nehmen Investoren auch zunehmend B-Städte ins Visier. Die grenzüberschreitenden Investitionen in europäische Immobilien sind nach Angaben von Colliers International in den ersten sechs Monaten um 30% auf 129 Mrd. Euro gestiegen. Büroimmobilien wurden mit einem Transaktionsvolumen von 43 Mrd. Euro am stärksten gehandelt. Die Deregulierung der chinesischen und taiwanesischen Auslandsinvestitionen in Verbindung mit sehr niedrigen Renditen in den asiatischen Gateway-Städten veranlassen asiatische Versicherer, ihre Investitionen in den europäischen Immobilienmarkt aufzustocken. Dabei bevorzugen sie vor allem London gefolgt von den deutschen Städten sowie Madrid und Italien.

Institutionelle Anleger aus Europa konzentrieren sich, wie jetzt auch am Zahlenwerk erkennbar, verstärkt auf Non-Core-Immobilien in westeuropäischen A-Metropolen und Core-Immobilien in B-Städten. Der schwache Euro zieht zudem weiter Investoren aus den USA an. Laut Colliers gehen die Investoren davon aus, dass die Ansteckungsgefahr der Griechenland-Krise gebannt ist. Mit Transaktionen im Wert von über 5,5 Mrd. Euro bzw. einem Plus von 162% liegt Italien im Aufwärtstrend weit vor den anderen sich erholenden Volkswirtschaften wie Irland, Spanien und den Niederlanden. Obwohl das Transaktionsvolumen vor allem von dem Großdeal der Quatar Investment Authority in Mailands Porta Nuova profitiert hat, zieht Italien inzwischen sowohl institutionelle als auch opportunistische Investoren an. Ersten Verkäufe italienischer Fonds tragen derweil zu einer wachsenden Liquidität der Märkte bei.

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