Tunesien-Anschlag und Griechenland-Krise belasten Thomas Cook

Der Reiseveranstalter Thomas Cook rechnet mit weiteren Stornierungen in der Hauptsaison. Grund dafür sind vor allem die auch für Touristen gefährliche Situation in Tunesien, sowie Verunsicherung durch die anhaltende Krise in Griechenland.

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Der Anschlag auf Touristen in Tunesien und die Griechenland-Krise bescheren dem Reiseveranstalter Thomas Cook Einnahmeverluste in zweistelliger Millionenhöhe. Man erwarte durch Stornierungen und Verzicht auf geplante Urlaubsreisen eine Belastung des Jahresergebnisses 2015 von rund 25 Millionen Pfund, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit.

Trotz der Finanz- und Sicherheitskrisen rechnet der Reisekonzern aber mit einem weiteren Wachstum im laufenden Jahr. Für das dritte Quartal meldete das Unternehmen einen operativen Gewinn von drei Millionen Pfund, nach einem Verlust von 50 Millionen im Vorjahresquartal. Auch der Umsatz stieg, und zwar um 0,2 Prozent auf 1,95 Milliarden Pfund. Es ist bereits das 12. Quartal in Folge mit einer Ergebnisverbesserung. Thomas-Cook-Aktien haben seit dem Anschlag in Tunesien Ende Juni dennoch 13 Prozent an Wert verloren.

Bei dem Feuerüberfall auf Touristen an einem Hotelstrand, zu dem sich die Islamistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte, starben 38 Urlauber. Tausende Touristen verließen das nordafrikanische Land nach weiteren Anschlagswarnungen. Thomas Cook sagte als Konsequenz alle Reisen nach Tunesien für die gesamte Sommersaison bis Oktober ab. Das Griechenland-Geschäft litt unter der anhaltenden Verunsicherung von Urlaubern wegen einer möglichen Staatspleite des hoch verschuldeten Landes und der Beschränkung des Bargeld-Verkehrs.

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