Linkedin verzeichnet wegen teurer Expansion Millionen-Verluste

Das Unternehmen Linkedin investiert stark in den Zukauf und die Entwicklung neuer Geschäfte. Im aktuellen Geschäftsmodell gebe es jedoch weiterhin Schwierigkeiten in der Ausnutzung der User-Ressourcen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Das weltgrößte Online-Karrierenetz Linkedin bezahlt seine kostspielige Expansion mit roten Zahlen. Für das vergangene Quartal wies der US-Rivale des deutschen Pendants Xing am Donnerstag einen Verlust von 68 Millionen Dollar aus. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch knapp unter der Gewinnschwelle gelegen. Anleger reagierten enttäuscht: Die Linkedin-Aktie gab im nachbörslichen Handel 3,9 Prozent nach.

Unzufrieden zeigten sich Branchenkenner auch mit der Umsatzprognose fürs Gesamtjahr. Diese wurde zwar auf 2,94 Milliarden Dollar angehoben von zuvor 2,90 Milliarden. Dies ist aber nur auf den Beitrag der zuletzt für 1,5 Milliarden Dollar übernommenen Internet-Weiterbildungsfirma Lynda.com zurückzuführen. Analysten verweisen auf ein schleppendes Geschäft mit Anzeigen auf mobilen Geräten. „Es gibt einige kurzfristige Herausforderungen, die sie bewältigen müssen, nämlich die Schwäche in der Bildschirmwerbung“, sagte James Cakmark vom Brokerhaus Monness, Crespi, Hardt & Co.

Stark laufen dagegen die Personalvermittlungsangebote für Firmen, die 62 Prozent zum Konzernumsatz beitragen. Dieser legte im abgelaufenen Vierteljahr um ein Drittel auf 712 Millionen Dollar zu. Noch höher waren allerdings die Kosten, die um mehr als die Hälfte auf 792 Millionen Dollar in die Höhe schnellten. Linkedin steckt viel Geld in den Zukauf neuer Geschäfte sowie in Vertrieb und Entwicklung. Ziel ist es, aus dem gewaltigen Nutzerreservoir mehr Kapital zu schlagen. Die Zahl der Linkedin-Mitglieder lag Ende Juni bei 380 Millionen, 21 Prozent mehr als vor einem Jahr.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick