Nach Börsen-Crash: Wertpapieraufsicht schränkt Handelskonten ein

Die chinesische Wertpapieraufsicht hat am Freitag auf die Abstürze an den heimischen Börsen reagiert und 24 Aktienhandelskonten eingeschränkt. Zudem soll der automatisierte Handel überprüft werden.

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Der Shanghai Composite hat in den vergangenen Wochen Kursstürze erlebt. (Grafik: Finanzen.net)

Der Shanghai Composite hat in den vergangenen Wochen Kursstürze erlebt. (Grafik: Finanzen.net)

Die chinesischen Aktienmärkte haben ihre Talfahrt am Freitag abbremsen können, verzeichnen aber nach dem Einbruch der vergangenen Wochen die größten Kursverlusten innerhalb eines Monats seit fast sechs Jahren. Die Wertpapieraufsicht CSRC reagierte mit der Einschränkung von 24 Aktienhandelskonten auf den Kurssturz und kündigte eine Überprüfung des automatisierten Handels an. Die japanischen Börsen notierten angesichts bevorstehender Quartalszahlen wichtiger Unternehmen kaum verändert. Dennoch bleibt Japan der einzige asiatische Markt, der auf Monatssicht ein Plus verbucht. Der Euro gewann in Fernost leicht hinzu.

Analysten attestierten den chinesischen Börsen trotz der Talfahrt Aussichten auf eine Erholung. „Irgendwann muss der Markt auch wieder die wirtschaftliche Macht (Chinas) widerspiegeln“, sagte Yu Min Wang, Investmentchef bei Nikko Asset Management. Seit Mitte Juni sind die Börsen in der Volksrepublik um mehr als 30 Prozent eingebrochen und haben an den Märkten weltweit Sorge ausgelöst.

Die Börsenaufsicht begründete ihr Einschreiten mit mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten. Dazu gehörten ungewöhnliche Kaufaufträge und Stornierungen, die die Entwicklung des Gesamtmarktes beeinflusst haben könnten. Nach Angaben eines Insiders forderte sie auch von anderen asiatischen Börsen Unterlagen zum Handel mit einzelnen Papieren an.
Am Freitagnachmittag lag die Börse in Shanghai zeitweise leicht im Plus, nachdem sie am Morgen mehr als 1,5 Prozent nachgegeben hatte. Auch der Handelsplatz in Shenzhen verbuchte mit 0,1 Prozent zeitweise einen leichten Aufwind. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent im Plus bei 20.585 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,75 Prozent auf 1659 Zähler. Hier zeigten sich die Investoren abwartend, weil große Firmen wie Sharp und Honda erst nach Börsenschluss Quartalsberichte vorlegten. Im fernöstlichen Devisenhandel notierte der Euro mit 1,0941 Dollar etwas fester als im späten New Yorker Handel am Donnerstag.

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