China-Krise belastet Ziegelproduzent Braas Monier

Das schwächelnde Geschäft in China und sinkende Umsätze in Asien und Afrika setzen dem Luxemburger Unternehmen Braas Monier zu. Trotz des vergleichsweise guten Geschäfts in Europa ist das operative Ergebnis geschrumpft.

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Die schwache Baukonjunktur in China macht dem Dachziegel- und Schornsteinhersteller Braas Monier zu schaffen. Der Umsatz der Region Asien und Afrika schrumpfte im zweiten Quartal auf vergleichbarer Basis um acht Prozent auf gut 36 Millionen Euro. Der Abschwung in China habe sich verschärft, erst im kommenden Jahr sei mit einer Stabilisierung zu rechnen, erklärte Braas Monier am Mittwoch. Die geplante Verlagerung von einem der drei Werke in Shanghai ins Landesinnere wurde deshalb abgeblasen, was zu einer Abschreibung von 700.000 Euro führte.

Die Region Asien/Afrika trägt gut zehn Prozent zum Umsatz des Ziegelproduzenten bei. Das deutlich größere Europa-Geschäft konnte die Flaute mehr als ausgleichen. Zudem kam dem Unternehmen die Euro-Schwäche zu Gute, sodass der Gesamtumatz von April bis Juni um sechs Prozent auf 335 Millionen Euro kletterte. Das operative Ergebnis und der Überschuss schrumpften dagegen. Vor Zinsen und Steuern verdiente Braas Monier im abgelaufenen Quartal mit 35,5 Millionen Euro 6,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Das Nettoergebnis schrumpfte noch stärker um 18 Prozent auf 17 Millionen Euro. Im Vergleichsquartal hatten die Einnahmen aus dem Börsengang den Gewinn nach oben getrieben. Die Aktie verlor zu Handelsbeginn mehr als drei Prozent und war damit schwächster Wert im Kleinwerteindex SDax.

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