Adidas kauft Fitness-App Runtastic

Adidas kauft von Axel Springer die Fitness-App Runtastic. Springer hatte das österreichische Start-Up vor zwei Jahren für 22 Millionen gekauft, nun soll Adidas einen dreistelligen Millionenbetrag bezahlt haben.

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Adidas verstärkt sich mit der Übernahme des Fitness-App-Anbieters Runtastic im wachsenden Geschäft mit tragbaren Fitnessmessgeräten. Der Sportausrüster übernimmt den Mehrheitsanteil des Medienkonzerns Axel Springer und die Anteile der übrigen privaten Gesellschafter, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten.


Runtastic entwickelt und verkauft Geräte und Applikationen, mit denen Läufer, Radfahrer und andere Sportler persönliche Daten wie Tempo, Herzfrequenz oder Kalorienverbrauch aufzeichnen und verwalten können. Das Unternehmen verkauft Apps in 18 Sprachen und hat einen potenziellen Kundenstamm von 70 Millionen registrierten Benutzern.

Das profitable Unternehmen wird den Angaben zufolge mit 220 Millionen Euro bewertet – ein gutes Geschäft für Springer. Der Konzern war vor knapp zwei Jahren bei einem Unternehmenswert von 22 Millionen Euro bei den Österreichern eingestiegen. Springer und Adidas einigten sich auf einen dreistelligen Verkaufspreis, wie eine mit der Transaktion vertraute Person sagte. Weitere Verkäufer neben dem Medienkonzern, der gut 50 Prozent besaß, sind ein Privatinvestor und die Unternehmensgründer, die an Bord bleiben sollen.

Mit der Übernahme folgt Adidas dem aufstrebenden US-Rivalen Under Armour, sich im Februar zwei Konkurrenten von Runtastic einverleibt hatte. Under Armour kaufte für 475 Millionen Dollar den App-Programmierer MyFitnessPal und zahlte weitere 85 Millionen Dollar für den Anbieter Endomondo.

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