Ende einer Legende: Apple-Computer können von Virus befallen werden

Zwei US-Wissenschaftler haben einen Virus entwickelt, der auf alle PCs, einschließlich Apple-Macbooks, zugreifen kann. Das Virus übersteht Neuinstallationen von Betriebssystemen und sogar Festplattenwechsel. Das Virus muss für seine Aktivitäten kein direktes Netzwerk nutzen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Apple-Computer galten bisher im Vergleich zu PCS als die sichereren Computer. Doch das ist offenbar ein Trugschluss. Zwei Forscher – Trammel Hudson und Xeno Kovah – haben festgestellt, dass es mehrere Schwachstellen beim Mac gibt. Die Forscher haben den Computervirus „Thunderstrike 2“ entwickelt, um die Anfälligkeit von Macs nachzuweisen. Der Virus muss kein direktes Netzwerk nutzen, um große Schäden anzurichten, sondern kann seine Angriffe auf über Air Gap ausführen.

Der Angriff ist wirklich schwer zu erkennen. Es ist sehr schwer, etwas gegen ein Virus zu tun, der in der Firmware läuft und sich zu schützen (…) Für die meisten Mac-Nutzer ist das ein Grund, um ihr Gerät zu entsorgen. Die meisten Menschen und Organisationen haben nicht das nötige Kleingeld, um die Maschine zu öffnen und den Chip elektrisch neu zu programmieren“, zitiert Wired Kovah.

Kovah wörtlich: „Die meisten dieser Firmwares werden aus den gleichen Referenzimplementierungen integriert. Wenn jemand einen Fehler in Lenovo-Laptops findet, gibt es eine wirklich gute Chance, dass auch Laptops der Marken Dells und HPs von derselben Sicherheitslücke betroffen sind. Was wir auch festgestellt haben ist, dass jene Schwachstellen Auswirkungen auf Macboks haben, da Apple eine ähnliche EFI-Firmware nutzt.“

Der entwickelte Virus bleibt von Neuinstallationen der Betriebssysteme unberührt und auch ein Wechsel der Festplatte des Computers übersteht „Thunderstrike 2“. Besonders interessant ist, dass die NSA und andere Geheimdienste Spionage-Viren einsetzen, die dieselben Charakteristiken wie „Thunderstrike 2“ aufweisen.

Die beiden Forscher arbeiten derzeit an fünf Schwachstellen beim Mac. Doch bisher konnte lediglich eine einzige Sicherheitslücke geschlossen werden.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick