Investor Cerberus prüft alle Möglichkeiten für Bawag-Bank

Der Eigentümer der österreichischen Bawag prüft derzeit seine Optionen für die Zukunft der Bank. Ein Verkauf sei demnach ebenso möglich wie ein Zukauf, eine Fusion oder ein Börsengang. US-Investor Cerberus hatte die Bank 2007 gemeinsam mit anderen Investoren für 3,2 Milliarden Euro gekauft

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Der US-Finanzinvestor Cerberus hält sich für die Zukunft der österreichischen Bank Bawag weiterhin alle Möglichkeiten offen. Die Eigentümer der Bank würden sämtliche Optionen prüfen, sagte Finanzchef Anas Abuzaakouk am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Es kann ein Verkauf sein, ein Zukauf oder eine Fusion“, sagte er. Auch ein Börsengang sei weiterhin möglich. „Für sie geht es darum, was am meisten Wert schafft. Und in diesem Prozess sind sie noch“, sagte Abuzaakouk mit Blick auf die Eigentümer des Instituts.

Cerberus hatte die Bank 2007 gemeinsam mit anderen Investoren für 3,2 Milliarden Euro gekauft und hält nun noch 52 Prozent. Weitere 40 Prozent gehören dem US-Fonds Golden Tree. Insidern zufolge hatte Cerberus vor einigen Monaten Interesse an der Deutsche-Bank -Tochter Postbank bekundet. Dazu wollte sich das Management der österreichischen Bank am Dienstag nicht äußern.

Insgesamt dürfte die lang erwartete Konsolidierung am europäischen Bankenmarkt in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt aufnehmen, sagte Abuzaakouk. Zunächst seien jedoch kleinere Zu- und Verkäufe zu erwarten. „Es gibt Gelegenheiten am Markt. Wir sehen uns diese Möglichkeiten aktiv an“, sagte Vorstandsmitglied Sat Shah.

 

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