Dax mit größtem Zwei-Tages-Verlust seit 2011

Nach der Yuan-Abwertung durch China verlor der Dax am Mittwoch deutlich. Der deutsche Leitindex schließt auf dem niedrigstem Stand seit fünf Wochen.

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Der Dax stürzte am Mittwoch ab. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/dax-index/chart?t=week&amp;boerse_id=12" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Dax stürzte am Mittwoch ab. (Grafik: ariva.de)

Nach der Yuan-Abwertung durch die chinesische Zentralbank sackte der Dax am Mittwoch deutlich ab. Der deutsche Leitindex sank den zweiten Tag in Folge. Der Dax fiel seit Dienstag um insgesamt fast sechs Prozent. Das ist der höchste Zwei-Tages-Absturz seit vier Jahren. Auch die anderen Weltbörsen knüpften an die deutlichen Verluste vom Dienstag an.

Eine schwächere chinesische Währung macht Waren aus anderen Ländern für chinesische Käufer teurer; umgekehrt stärkt sie die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Waren auf dem Weltmarkt.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Mittwoch um weitere 2,13 Prozent auf 20.383,89 Punkte nach unten und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,50 Prozent auf 1.732,27 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 2,30 Prozent auf 3.522,26 Punkte zurück.

Die Autowerte gerieten nach dem Vortagsrutsch erneut unter die Räder: Die Aktien von Daimler und BMW verloren 3,97 beziehungsweise 3,09 Prozent und Volkswagen gaben 2,94 Prozent ab. Die exportabhängige Branche leidet besonders stark unter der Entwicklung in China.

Zudem richteten sich die Blicke auf die Berichtssaison der Unternehmen: Abgeschlagenes Dax-Schlusslicht waren die Aktien von Henkel mit minus 7,58 Prozent. Besser erging es den Titeln von Eon – mit plus 0,43 Prozent einziger Gewinner im Dax neben der Lufthansa. Der Energiekonzern schlug sich im ersten Halbjahr besser als gedacht.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,44 (Dienstag: 0,48) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 139,71 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 154,97 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1155 (Dienstag: 1,1055) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8965 (0,9046) Euro.

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