Ifo: Weltwirtschaft hat sich deutlich verschlechtert

Die Weltwirtschaftslage hat sich im dritten Quartal weitaus mehr verschlechtert, als zuvor angenommen. Während Europa und Nordamerika das Niveau noch hielten, sind Asien und Afrika unter die langjährigen Durchschnittswerte gefallen. Vor allem China bereite Sorgen, so das Institut für Wirtschaftsforschung.

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Die Weltwirtschaft kühlt sich im dritten Quartal merklich ab. Das entsprechende Barometer vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) gab um 3,6 auf 95,9 Zähler nach. Es fiel dadurch unter seinen langjährigen Durchschnittswert von 96,1 Punkten. „Ein durchgreifender Aufschwung der Weltkonjunktur lässt auf sich warten“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Donnerstag zu der vierteljährlichen Umfrage. Die 1100 Experten aus 117 Ländern schätzten die Lage deutlich schlechter ein als zuletzt, während ihre Erwartungen unverändert blieben.

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich nahezu in allen Regionen. „Während der Indikator in Europa und Nordamerika trotzdem auf relativ hohem Niveau bleibt, sank er in Asien und Afrika unter den jeweiligen langfristigen Durchschnitt“, so Sinn. Sorgen bereitet derzeit vor allem China: Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sorgte zuletzt mit Börsenturbulenzen, überraschend schwachen Konjunkturdaten und einer deutlichen Abwertung der Landeswährung Yuan für Negativ-Schlagzeilen.

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