Börsenabsturz in China verschärft Rohstoff-Preisverfall

Der erneute Einbruch an den chinesischen Finanzmärkten wirkt sich auch auf Rohstoff-Investoren aus. Diese befürchten eine weiter sinkende Nachfrage nach Öl. Dadurch verbilligten sich die Preise für Industrie-Rohstoffe wie Öl und Kupfer.

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Der Kupfer-Rohstoffpreis vom  13. August - 18. August 2015 (Grafik: ariva.de)

Der Kupfer-Rohstoffpreis vom 12. August – 18. August 2015 (Grafik: ariva.de)

Wieder aufflammende Sorgen um die Wirtschaft in China haben die Stimmung an den Rohstoffmärkten am Dienstag getrübt. Die massiven Verluste an der Börse in Shanghai, wo der Leitindex um sechs Prozent abstürzte, verstärke Händlern zufolge die Angst vor einer Abschwächung der Nachfrage nach Öl oder Kupfer aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Zu schaffen machte den Investoren vor allem, dass die Landeswährung Yuan zum Dollar zeitweise erneut an Wert verlor. Viele Anleger sahen darin den Beweis, dass es um die Wirtschaft Chinas, einem der größten Verbraucher von Industrierohstoffen, nicht gut bestellt ist. Schon in der letzten Woche hatte die Talfahrt des Yuan die Märkte unter Druck gesetzt.

Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich zeitweise um ein Prozent auf 48,25 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI fiel um bis zu 1,1 Prozent auf 41,43 Dollar. Damit hat Brent seit Ende Juni 26 Prozent und WTI sogar 33 Prozent an Wert verloren. Grund für die Talfahrt ist laut NordLB-Analyst Frederik Kunze auch ein üppiges Überangebot an den internationalen Rohölmärkten. „Der Ausblick ist alles andere als verheißungsvoll.“

Die Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft drückte auch den Preis für Kupfer. Das Industriemetall verbilligte sich in der Spitze um zwei Prozent auf 5.012 Dollar je Tonne. Die Volksrepublik ist mit Abstand der größte Verbraucher von Kupfer weltweit. Nickel, ein zur Stahl-Herstellung benötigtes Metall, gab zwischenzeitlich um 2,2 Prozent auf 10.390 Dollar nach. Auch das zum Rostschutz eingesetzte Zink und Aluminium standen deutlich unter Druck.

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