Rohstoff-Schock: Glencore senkt nach Gewinneinbruch Investitionen

Gesunkene Rohstoffpreise für Metall und Öl sowie die gesunkene Nachfrage in China belasten den Schweizer Rohstoff-Konzern Glencore. Kapitalausgaben wie Investitionen werden daher zurückgefahren. Das Unternehmen wolle künftig auf den Abbau von Zink und Kupfer setzen.

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Der Rohstoffkonzern Glencore hat im ersten Halbjahr fast 30 Prozent weniger Gewinn eingefahren. Gründe für das auf 4,6 Milliarden Dollar eingebrochene Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) seien gesunkene Metall- und Ölpreise, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im kommenden Jahr wird der Rohstoffhändler und Bergwerksbetreiber deshalb wohl noch weniger investieren: Im Plan seien nur noch fünf Milliarden Dollar und damit eine Milliarde weniger als 2015. Und bereits in diesem Jahr drosselt der Konzern die Kapitalausgaben. Ursprünglich waren Investitionen von 6,5 bis 6,8 Milliarden Dollar eingeplant.

Vor allem die Nachfrage in China sei sehr schwer abzuschätzen, teilte das Unternehmen mit. Wachstumsmöglichkeiten sucht Glencore beim Kupfer- und Zinkabbau. Der in London gelistete und in der Schweiz ansässige Konzern erwirtschaftet rund ein Viertel des Gewinns mit dem Handel von Rohstoffen und konnte den Einbruch bei den Öl- und Metallpreisen deshalb bislang besser abfangen als reine Bergwerkskonzerne. Die Schwäche in China als einem der weltweit größten Abnehmer von Rohstoffen bremst nun aber zunehmend auch Glencore aus.

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