Weltgrößter Staatsfonds macht erstmals seit drei Jahren Verlust

Der norwegische Staatsfonds musste im zweiten Quartal Verluste einstecken. Grund dafür seien gestiegene Renditen in den USA, Europa und Japan. Das Minus bei dem weltgrößten Staatsfonds betrug umgerechnet knapp acht Milliarden Euro.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Norwegens 870 Milliarden Dollar schwerer Staatsfonds hat erstmals seit drei Jahren einen Verlust ausgewiesen. Fallende Kurse an den Kredit- und Aktienmärkten hätten im zweiten Quartal zu einem Minus von 73 Milliarden norwegischen Kronen (knapp acht Milliarden Euro) geführt, teilte der weltgrößte Staatsfonds am Mittwoch mit. Zum Auftakt diesen Jahres hatte der Fonds noch einen Gewinn von 401 Milliarden Kronen gemacht.

Der Wert der von dem Staatsinvestor gehaltenen Anleihen sei im zweiten Vierteljahr um 2,2 Prozent gefallen, hieß es weiter. Grund seien die gestiegenen Renditen unter anderem in den USA, Europa und Japan. In Bonds hat der Fonds 34,5 Prozent seiner Gelder gesteckt, etwas weniger als noch zu Ende März. Am stärksten investiert der Fonds in Aktien, nämlich 63,8 Prozent. Der Wert sank um 0,2 Prozent, was hauptsächlich auf die Entwicklung an den US-Börsen zurückzuführen sei. Der Rückgang dort habe nicht von Gewinnen in Asien aufgefangen werden können. In Immobilien legt der Fonds mit 2,7 Prozent am wenigsten an.

Insgesamt hält Norwegen über den Fonds Anteile an 9000 Unternehmen und verfügt über 1,3 Prozent sämtlichen Aktienbesitzes weltweit. Zuletzt zog er sich auf Druck des Parlaments aus der Kohle-Industrie zurück.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***