Ende von Schengen: Bayern prüft Einführung von Grenzkontrollen

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann droht mit der Einführung von Grenzkontrollen, wenn die EU das Flüchtlings-Problem nicht in den Griff bekommt. Er kritisiert Griechenland und Italien.

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Im Streit über eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen in Europa erwägt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wieder Grenzkontrollen einzuführen, um die Zahl der einreisenden Flüchtlinge zu senken. Herrmann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagausgabe) laut Vorabbericht: „Wer jetzt nicht handelt, setzt die Reisefreiheit in Europa aufs Spiel und hat es mit zu verantworten, wenn Deutschland sich gezwungen sähe, Grenzkontrollen wieder einzuführen.“

Herrmann betonte, Ziel sei es zwar, Freizügigkeit und Reisefreiheit in Europa zu erhalten. Dies sei aber nur möglich, wenn sich alle Mitgliedstaaten an die gemeinsamen Regeln hielten. „Wenn abertausende Menschen mit dem Hauptziel Deutschland völlig unkontrolliert und ungesteuert über die griechische oder die italienische Grenze nach Europa strömen, funktioniert das System nicht mehr und verliert seine Akzeptanz.“

Das österreichische Innenministerium hatte vor wenigen Tagen ebenfalls die Wiedereinführung von Grenzkontrollen gefordert.

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