Russische Luftfahrtmesse: Putin sucht Militärpartner in Asien

Als Antwort auf die Sanktionen aus dem Westen soll die russische Luft-und Raumfahrtsmesse MAKS dieses Jahr besonders beeindrucken. Russland selbst hoffe auf den Ausbau der Militär- und Handelspartnerschaft mit China. Zudem sollen Raketengeschäft mit dem Iran Verluste ausgleichen.

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Die Botschaft Wladimir Putins ist deutlich: Er trotzt den Sanktionen durch den Westen und jagt stolz russische Kampfjets durch den Moskauer Himmel. Gerade weil die Strafmaßnahmen wegen der Ukraine-Krise einen Schatten auf die russische Schwerindustrie werfen, soll die diesjährige Luft- und Raumfahrtmesse MAKS all ihre Vorgänger übertreffen. Industrieminister Denis Manturow erwartet bis kommenden Sonntag 150 ausländische Unternehmen aus 23 Staaten sowie 600 russische Firmen auf dem Flugfeld in Schukowski bei Moskau.

Aus Deutschland haben sich immerhin noch 15 Unternehmen angekündigt, darunter viele Firmen aus dem wissenschaftlichen Bereich, aber auch Lufthansa Technik oder SLM Solutions. Ebenso sind Airbus und Boeing vertreten. Die Anzahl der chinesischen Aussteller hat sich in Gegensatz zum Vorjahr verdreifacht. Die starken Bemühungen Putins um eine enge Militär- und Handelspartnerschaft mit China greifen allerdings nicht wie gewünscht. Investitionen aus Fernost sind seit Jahresbeginn auf Grund des Rubelverfalls um knapp 20 Prozent gesunken.

Das Hauptaugenmerk der Messeveranstalter liegt aber ohnehin auf den Vertretern aus dem arabischen Raum. Sie erhoffen sich Milliardenaufträge vom saudischen König Salman bin Abdelasis al-Saud und dem jordanischen Monarchen Abdullah II., die beide als Gäste erwartet werden. Auch ein Vertreter aus dem Iran soll kommen, um Verträge über russische Abwehrraketen zu finalisieren.

Ebenso will Russland selbst im Rahmen der Messe einen Deal über ca. 1,3 Milliarden Euro für 48 Jagdflieger fix machen. Derartige Unterschriften sowie viele Flugshows und Militärparaden sollen in den kommenden Tagen darüber hinwegtäuschen, dass wichtige Branchenprojekte wie der Suchoi Superjet-100, der Hoffnungsträger der zivilen russischen Luftfahrt, aktuell nicht vorangetrieben werden können. 40 Prozent der Bauteile des Prestigeobjekts müssen aus dem Ausland zugeliefert werden. Die Sanktionen machen dies derzeit unmöglich, Ersatz haben die Russen bislang nicht gefunden.

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