Dax fällt nach gutem Start zurück ins Minus

Anfängliche Kursgewinne des Dax zu Handelsbeginn wurden von einem Fall ins Minus abgelöst. Zu den größten Verlierern zählte RWE. Die Aktien des Versorgers fielen auf ein 25-Jahr-Tief.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Intraday-Kurs des Dax am 2. September 2015. (Grafik:<a href="http://www.ariva.de/dax-index/chart?t=intraday&amp;boerse_id=12" target="_blank"> ariva.de</a>)

Der Intraday-Kurs des Dax am 2. September 2015. (Grafik: ariva.de)

Die Stimmung am europäischen Aktienmarkt bleibt angeschlagen. Nach drei Verlusttagen in Folge kämpfte der Dax am Mittwoch um die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten. Anfängliche Kursgewinne von bis zu einem Prozent waren nicht von langer Dauer: Am späten Vormittag lag der Index 0,3 Prozent im Minus bei 9982 Punkten. Auch an den übrigen Börsen Europas ging es zur Wochenmitte größtenteils abwärts. Der EuroStoxx50 fiel um 0,2 Prozent.

Nach wie vor lastet die Sorge vor einem Konjunktureinbruch in China auf den Kursen. „Die Musik spielt weiter in China und alle Aufmerksamkeit der Anleger gilt der Frage, wie stark sich die Wirtschaft im Reich der Mitte in den kommenden Monaten abkühlen wird“, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets. An der Shanghaier Börse wirkten die enttäuschenden Konjunkturdaten vom Vortag nach – sie büßte zwischenzeitlich 4,6 Prozent ein. Spekulationen um weitere Stützungskäufe glichen einen Großteil der Kursverluste wieder aus, der Shanghaier Index schloss 0,2 Prozent im Minus.

Auch die Ungewissheit über den Zeitpunkt der US-Zinswende belastet. Die Turbulenzen rund um China hatten zuletzt Spekulationen geschürt, dass die US-Notenbank im September noch nicht die Zinsen anheben wird. Der Chef der Fed von Boston, Eric Rosengren sagte am Dienstag, es mache aus ökonomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate früher oder später komme. Weitere Hinweise erhoffen sich die Anleger nun vom Konjunkturbericht „Beige Book“ der Fed am Abend sowie dem Arbeitsmarktbericht aus der Privatwirtschaft am Nachmittag.

Die Steigerung der Handelsumsätze an der Terminbörse Eurex schob die Aktien der Deutschen Börse an. Sie kletterten in der Spitze um knapp zwei Prozent auf 79,14 Euro und waren damit einer der größten Dax-Gewinner.

Infineon machten ihre Vortagesverluste mehr als wett: Die Aktien legen bis zu 3,7 Prozent auf 9,80 Euro zu und standen damit an der Dax-Spitze. Am Dienstag waren die Titel um 3,1 Prozent eingebrochen.

Weiter abwärts ging es für die Aktien der Versorger: RWE fielen um bis zu 1,7 Prozent auf 12,89 Euro und lagen damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren.

Im SDax katapultierte ein Großauftrag die Aktien von Grammer an die Indexspitze. Sie kletterten um bis zu 7,2 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 21,90 Euro, nachdem das Unternehmen den größten Auftrag für Fahrersitze der Firmengeschichte ergatterte.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick