Spekulationen auf Ölschwemme drücken Ölpreis weiter

Bei den Ölpreisen hat es weitere Verbilligungen gegeben, nachdem bereits am Dienstag ein starker Einbruch verzeichnet wurde. Grund dafür könnten veröffentlichte Daten des US-Brachenverbandes API sein. Demnach sind die Rohölbestände der USA weiter gestiegen und damit auch das Überangebot.

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Der Brent Crude Rohöl Preis im Fünf-Tage-Überblick. (Grafik: ariva.de)

Der Brent Crude Rohöl Preis im Fünf-Tage-Überblick. (Grafik: ariva.de)

Das wachsende Überangebot an Öl hat die Preise für den Rohstoff auch am Mittwoch belastet. Das Nordseeöl Brent verbilligte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 48,40 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI gab zeitweise um 3,4 Prozent 43,86 Dollar nach. Bereits am Vorabend waren die Preise um rund acht Prozent eingebrochen.

Analysten verwiesen auf Daten des US-Branchenverbandes API vom Dienstag, denen zufolge die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen sind. Auch die durchwachsenen Konjunkturdaten aus den USA und China trübten die Stimmung am Rohstoffmarkt. Jeder Stimmungswechsel schlage am Ölmarkt stark durch, sagte ein Händler. Die nächste Unterstützung liege für Brent bei 46,84 Dollar und für WTI bei 42,18 Dollar.

Damit setzten die Ölpreise ihre Achterbahnfahrt fort. Von Donnerstag bis Montag waren sie in der Spitze noch um rund 25 Prozent nach oben geschossen – einen solchen Preissprung in so kurzer Zeit gab es zuletzt vor einem Vierteljahrhundert. Wenige Tage davor war der Brent-Preis zeitweise bis auf ein 6-1/2-Jahres-Tief von 42,23 Dollar gefallen, nachdem Mitte 2014 noch bis zu 115 Dollar verlangt worden waren.

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