Russland verstaatlicht angeschlagene Flugline Transaero

Die staatliche russische Fluglinie Aeroflot hat 75 Prozent der Anteile an der zweitgrößten Airline des Landes, Transaero, übernommen. Russland versucht in der Krise, angeschlagene Unternehmen zu retten. Transaero konnte zuletzt einen Airbus A380 wegen Überschuldung nicht erwerben.

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Die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot kommt dem hoch verschuldeten Rivalen Transaero zu Hilfe. Für einen symbolischen Preis von einem Rubel kauft die staatliche Airline 75 Prozent an den Branchenzweiten, der bisher in Privatbesitz ist. Das Aeroflot-Direktorium habe dem Geschäft zugestimmt, teilte die Fluggesellschaft am Donnerstag mit. Das Wirtschaftsministerium erklärte, die Übernahme solle noch im September unter Dach und Fach gebracht werden. Die Regierung in Moskau bemüht sich derzeit verstärkt darum, angeschlagene Industriezweige wieder auf die Beine zu bringen.

Transaero hatte Ende vergangenen Jahres netto umgerechnet mehr als 1,4 Milliarden Euro (100 Milliarden Rubel) Schulden. Zuletzt bekam sie vor allem die Wirtschaftskrise im Land zu spüren. Erst kürzlich hatte der europäische Flugzeugbauer Airbus unter Hinweis auf die Folgen der Konjunkturflaute in Russland die Lieferung des ersten Airbus A380 an Transaero verschoben.

Wer die nach der Übernahme durch Aeroflot verbleibenden 25 Prozent an Transaero hält, wurde nicht bekannt. Bisher waren aber die am Mittwoch zurückgetretene Chefin Olga Pleschakow und ihre Familie im großen Stil beteiligt.

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