VW: Piëch verliert Machtkampf um Besetzung des AR-Chefpostens

VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch wird nun auch Vorsitzender des Aufsichtsrats. Damit stach er Ferdinand Piëch als Kandidaten aus. Julia Kuhn-Piëch, die ihren Sitz im Gremium aufgeben musste, könnte dafür bald im Aufsichtsrat von Audi Einzug halten.

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Bei der Neubesetzung des Chefpostens im VW-Aufsichtsrat arbeitet die Zeit für Ferdinand Piëch, schrieben wir Ihnen in der vergangenen Woche. Diese Gefahr witterte offensichtlich auch der Aufsichtsrat und erhöhte den Druck auf die Familie Porsche-Piëch, die über die Porsche SE als indirekter Mehrheitsaktionär über das Vorschlagsrecht für den Schlüsselposten verfügt, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen.

Mit VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch präsentiert die Familie nun einen Kandidaten, mit dem alle Seiten gut leben können. Als CFO ist Pötsch mit den Bilanzzahlen ebenso bestens vertraut wie mit den komplexen Konzernstrukturen des Wolfsburger Autoreichs. Der im persönlichen Gespräch stets umgängliche Kapitalmarktexperte genießt zudem das Vertrauen der Analysten sowie Investoren und war auch nicht in den Machtkampf zwischen Piëch und VW-Chef Martin Winterkorn, dessen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis Ende 2018 verlängert wird, verwickelt.

Um Platz zu schaffen für Pötsch im VW-Aufsichtsrat muss die Piëch-Nichte Julia Kuhn-Piëch, die erst im Frühjahr in das Gremium einzog, ihr Mandat aufgeben. Sie dürfte mit einem AR-Posten bei der VW-Tochter Audi entschädigt werden. Als aussichtsreichster Kandidat den CFO-Posten bei VW gilt Audi-Chef Rupert Stadler.

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