Frankreich erwägt Luftangriffe gegen IS in Syrien

Frankreich erwägt offenbar, sich an Luftangriffen auf die Terrormiliz Islamischer Staats (IS) in Syrien zu beteiligen. Präsident Francois Hollande soll darüber am Freitag mit seinem Verteidigungs-Stab beraten haben.

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Die Regierung lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab und verwies darauf, dass Hollande sich dazu am Montag auf einer Pressekonferenz äußern werde, berichtete die Zeitung „Le Monde“ am Samstag unter Berufung auf eine ungenannte hochrangige Quelle.

Frankreich hatte sich als erstes Land der von den USA angeführten Allianz angeschlossen, die den IS im Irak aus der Luft bekämpft. Bislang hat die Regierung in Paris aber eine Ausdehnung des Einsatzes auf Syrien abgelehnt mit der Begründung, sie fürchte durch die Bekämpfung des IS eine Stärkung von Präsident Baschar al-Assad. Stattdessen versorgte Frankreich die sogenannte moderate Rebellengruppe mit Waffen für den Kampf gegen Assad.

Angesichts der Zehntausende nach Europa strömenden syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge, der ausbleibenden Erfolge im Kampf gegen den IS und der zunehmenden Präsenz Russlands in der Region deute sich nun ein Politikwechsel an, hieß es bei „Le Monde“.

In einer Fatwa hat die Terrormiliz in der vergangenen Woche ein Todesurteil gegen den türkischen Präsidenten Erdoğan und seine Anhänger ausgesprochen. Erdoğan wird in der Botschaft mit Abtrünnigen des siebten Jahrhunderts verglichen, die damals Muslime bekämpft hätten und so zu Ungläubigen wurden. Nach Ansicht der Terroristen verfahre auch der türkische Präsident so. Denn: Er unterstütze sowohl Juden als auch Nicht-Muslime. „Er vergießt muslimisches Blut in islamischen Ländern, und deshalb verurteilen wir ihn zum Tode“, heißt es im Text der Fatwa.

Das Todesurteil könne einzig vom IS zurückgezogen werden. Möglich sei das aber nur unter zwei Bedingungen: Erdoğan müsse sich für die Angriffe auf den IS entschuldigen und Verhandlungen mit dem internationalen Anti-IS-Bündnis abbrechen, so die türkische Zeitung Sabah.

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