Finnische Regierung schlägt Abschaffung von Feiertagen vor

Die finnische Regierung will die Urlaubstage im öffentlichen Dienst, die Zahl der gesetzlichen Feiertage und die Zuschläge für Sonntagsarbeit kürzen. Die Finnen sollen länger arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Heimat aufrecht zu erhalten.

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Die Finnen sollen nach dem Willen ihrer Regierung länger arbeiten und so den kriselnden Euro-Staat wettbewerbsfähiger machen. Ministerpräsident Juha Sipilä schlug am Dienstag unter anderem vor, die Urlaubstage im öffentlichen Dienst, die Zahl der gesetzlichen Feiertage und die Zuschläge für Sonntagsarbeit zu kürzen. Bei einer Umsetzung der Arbeitsmarktreform würden die Lohnstückkosten nach seinen Worten um fünf Prozent sinken.

Trotz der wirtschaftlichen Probleme des Euro-Staates sind die Lohnkosten in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Exportwirtschaft hat im Vergleich zu Deutschland, Schweden und der Euro-Zone seit 2007 zwischen 10 und 20 Prozent ihrer Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Wegen Problemen in wichtigen Industriezweigen und einer schwächelnden Nachfrage aus Europa und Russland sank zudem die Wirtschaftskraft drei Jahre lang in Folge.

Arbeitnehmervertreter kündigten gegen die Vorschläge der Regierung umgehend Widerstand an. Diese seien ein „Angriff auf das finnische Modell“, sagte der Chef der Gewerkschaft STTK, Antti Palola. Bei einer Umsetzung könnte es in der gesamten Gesellschaft zu Unruhen kommen.

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