Trotz Krieg: Eurofighter für Kuwait, Interesse auch in Saudi-Arabien

Airbus hofft auf Milliarden-Geschäfte mit Kuwait und Saudi-Arabien. Dass Saudi-Arabien aktiv am Nahost-Konflikt beteiligt ist, tut dem guten Geschäft vermutlich keinen Abbruch.

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Dem Eurofighter-Konsortium um den Rüstungskonzern Airbus winkt ein Milliardenauftrag vom Golf. Kuwait wolle 28 der Maschinen kaufen und habe mit Italien eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, teilte Eurofighter am Freitag mit. Das Volumen sei vertraulich. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte jedoch von Insidern aus Italien erfahren, dass der Wert bei bis zu acht Milliarden Euro liegen könnte.

Ein Eurofighter-Sprecher sagte, es gebe auch Interesse von Dänemark, Belgien, Indonesien, Malaysia und Saudi-Arabien. „Wir bewerten diesen Auftrag als positives Marktsignal für weitere Bestellungen.“ Der Eurofighter wird in Zusammenarbeit mit der britischen BAE Systems und Finmeccanica gebaut. Die Aktien des italienischen Konzerns stiegen nach Bekanntwerden der Vereinbarung um mehr als fünf Prozent.

Saudi-Arabien finanziert seit Jahren verschiedene Kampfgruppen und unterstützt diese auch militärisch.

Sollte Kuwait mit dem Kauf ernstmachen, könnte das Konsortium den Jet über das Jahr 2020 hinaus produzieren. Für die beteiligten Firmen wäre dies ein wichtiger Erfolg. Bislang hat das Flugzeug im Exportgeschäft meist Rennen gegen Konkurrenzmodelle aus den USA , Schweden oder Frankreich verloren.

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