Kurden-Konflikt: Kämpfe zwischen Türkei und PKK verschärfen sich

Die türkische Regierung hat die Ausgangssperre über die Stadt Cizre erneut aufgehoben. Zuvor gab es Zusammenstöße zwischen der PKK und den örtlichen Sicherheitskräften. Dabei kamen Dutzende Polizisten und PKK-Mitglieder ums Leben.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die türkischen Behörden haben am Montag die Ausgangssperre über die Stadt Cizre erneut aufgehoben. Der Gouverneur der südosttürkischen Provinz Sirnak teilte am Montag mit, die mehr als 100.000 Bewohner dürften seit 07.00 Uhr wieder ihre Häuser verlassen.

Nach Zusammenstößen mit der PKK hatten die Behörden am 4. September eine Ausgangssperre verhängt, die erst am Samstag – also nach neun Tagen – wieder aufgehoben worden war. Dann hatte der Gouverneur am Sonntagabend erneut eine Ausgangssperre verhängt. Sicherheitskräfte riegelten die Stadt während der Ausgangssperre von der Außenwelt ab.

Am Sonntag sind bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und PKK-Anhängern acht Menschen ums Leben gekommen.

Zwischen kurdischen und türkischen Nationalisten ist es am Sonntag auch in mehreren deutschen Städten zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Noch ist unklar, ob die Vorfälle der Anfang einer neuen Welle der Gewalt sind.

Ende Juli hatte die Türkei damit begonnen, Luftangriffe gegen den IS in Syrien und die PKK im Nordirak zu fliegen. Wenig später töteten PKK-Mitglieder zwei Polizisten in ihren Privatwohnungen. Daraufhin eskalierte die Lage innerhalb der Türkei. Seitdem sind über hundert Polizisten und Soldaten und weitere Hunderte PKK-Mitglieder ums Leben gekommen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick