Kurden-Konflikt: Kämpfe zwischen Türkei und PKK verschärfen sich

Die türkische Regierung hat die Ausgangssperre über die Stadt Cizre erneut aufgehoben. Zuvor gab es Zusammenstöße zwischen der PKK und den örtlichen Sicherheitskräften. Dabei kamen Dutzende Polizisten und PKK-Mitglieder ums Leben.

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Die türkischen Behörden haben am Montag die Ausgangssperre über die Stadt Cizre erneut aufgehoben. Der Gouverneur der südosttürkischen Provinz Sirnak teilte am Montag mit, die mehr als 100.000 Bewohner dürften seit 07.00 Uhr wieder ihre Häuser verlassen.

Nach Zusammenstößen mit der PKK hatten die Behörden am 4. September eine Ausgangssperre verhängt, die erst am Samstag – also nach neun Tagen – wieder aufgehoben worden war. Dann hatte der Gouverneur am Sonntagabend erneut eine Ausgangssperre verhängt. Sicherheitskräfte riegelten die Stadt während der Ausgangssperre von der Außenwelt ab.

Am Sonntag sind bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und PKK-Anhängern acht Menschen ums Leben gekommen.

Zwischen kurdischen und türkischen Nationalisten ist es am Sonntag auch in mehreren deutschen Städten zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Noch ist unklar, ob die Vorfälle der Anfang einer neuen Welle der Gewalt sind.

Ende Juli hatte die Türkei damit begonnen, Luftangriffe gegen den IS in Syrien und die PKK im Nordirak zu fliegen. Wenig später töteten PKK-Mitglieder zwei Polizisten in ihren Privatwohnungen. Daraufhin eskalierte die Lage innerhalb der Türkei. Seitdem sind über hundert Polizisten und Soldaten und weitere Hunderte PKK-Mitglieder ums Leben gekommen.

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