Flüchtlinge greifen Grenzposten zwischen Ungarn und Serbien an

An einem Grenzübergang zwischen Österreich und Ungarn haben Flüchtlinge versucht, die Grenze gewaltsam zu überschreiten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

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An einem ungarischen Grenzübergang zu Serbien nahe Röszke ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die ungarische Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen Flüchtlinge ein, wie ein Reuters-Reporter und ein Vertreter der Vereinten Nationen (UN) beobachteten.

Laut ungarischer Polizei hat eine Gruppe „aggressiver“ Flüchtlinge einen ungarischen Grenzübergang von Serbien aus durchbrochen. Bereitschaftspolizei habe sich ihnen entgegengestellt. Die Polizei ergreife „angemessene Maßnahmen, um die ungarische Staatsgrenze und die äußere Grenze der Europäischen Union zu schützen“.

Video-Bilder (am Anfang des Artikels) zeigen, wie die Demonstranten vermummt Steine gegen den Grenzzaun werfen. Der Grenzübergang soll nun für einen Monat geschlossen bleiben. Das teilte der ungarische Botschafter in Belgrad mit.

Am Abend beruhigte sich die Lage wieder, als Busse auf Initiative der serbischen Behörden die Migranten abholten und in Auffanglager brachten. Ungarn warf Serbien vor, dass es gar nicht so weit hätte kommen dürfen.

Nach Angaben des ungarischen Regierungsberaters György Bakondi wurden mindestens 20 Polizisten verletzt. Auch unter den Flüchtlingen gab es nach Medienberichten Verletzte. Belgrad protestierte wegen des Tränengaseinsatzes der Ungarn über die Grenze hinweg.


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