Abgas-Affäre erfasst Audi: Eine Million Autos betroffen

Die Abgas-Affäre betrifft nun auch 1,1 Millionen Autos der Marke Audi. Das Kraftfahrbundesamt verlangt von den Herstellern Klarheit. Die Krise könnte auch bald die Kunden erreichen.

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Von der Abgasaffäre bei Volkswagen sind weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge der Marke Audi betroffen. Das sagte ein Audi-Sprecher am Montag zu Reuters. In der Region Westeuropa gehe es um 1,42 Millionen Wagen, in Deutschland um 577.000. In den USA betreffe die Manipulation der Abgastechnik rund 13.000 Fahrzeuge. VW hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet sein.

Das Kraftfahrbundesamt hat bereits Volkswagen gedroht, dass alle betroffenen Fahrzeuge außer Dienst gestellt werden müssen, wenn VW nicht innerhalb kurzer Zeit einen verbindlichen Zeitplan vorlegt.

Für deutsche VW-Fahrer könnten die Abgas-Manipulationen nun sogar konkrete Auswirkungen wie ein Fahrverbot haben. Das Kraftfahrtbundesamt fordert von Volkswagen einen verbindlichen Zeitplan. Kommt der Konzern der Aufforderung nicht nach, dürfen die von dem Skandal betroffenen Fahrzeuge nicht mehr vertrieben oder bewegt werden.

Bei VW wurden am Montag drei Vorstände suspendiert, die so die technische Verantwortung in der Affäre übernehmen. Mindestens einer wehrt sich gegen die Freistellung.

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