Weniger neue Jobs: US-Wirtschaft kommt nicht auf die Beine

In den USA wurden im September viel weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Zugleich blieben die Durchschnittslöhne flach. Die neuen, unerfreulichen Zahlen könnten die US-Notenbank dazu veranlassen, die Zins-Wende weiter zu verschieben.

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Die US-Wirtschaft hat im September überraschend wenige Jobs geschaffen. Die am Finanzmarkt mit Spannung erwartete Zahl der neuen Stellen stieg nur um 142.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 203.000 neuen Jobs gerechnet. Zudem waren im August deutlicher weniger Jobs entstanden als ursprünglich angenommen. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote verharrte bei 5,1 Prozent. Die US-Notenbank (Fed) will vor der ersten Zinserhöhung seit fast zehn Jahren Fortschritte am Jobmarkt sehen. Die Notenbanker um Fed-Chefin Janet Yellen hatten zuletzt die Zinswende für dieses Jahr in Aussicht gestellt.

Die Gründe für das überraschend schlechte Abscheiden dürften in der Krise der Weltwirtschaft liegen, die sich nach dem Verfall der Rohstoffpreise nun langsam auf die westlichen Märkte auszuwirken beginnt.

Auch die Russland-Sanktionen waren wohl eher ein Schuss ins Knie. Denn die US-Wirtschaft hat, abgesehen von der Rüstungsindustrie, von den Sanktionen nicht profitiert – im Gegenteil, wie die offiziellen Zahlen belegen: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 lag das Volumen bei 10,56 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es noch 14,88 Milliarden Dollar gewesen. Das ist ein Rückgang von 29 Prozent. Der Absturz ist nachhaltig: Schon in den Vorjahren gab es Rückgang um 12,1 Prozent. 2013 lag das Handelsvolumen zwischen den USA und Russland bei 26,96 Milliarden Dollar, 2014 waren es nur noch 23,69 Milliarden Dollar.

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