VW-Betriebsrat kündigt Kürzung der Bonus-Zahlungen für Mitarbeiter an

Der VW-Betriebsrat fordert wegen des Abgas-Skandal Kürzungen bei den Boni für den Vorstand. Die Beschäftigten sollen „nicht die Zeche für das Fehlverhalten einer Gruppe von Managern“ zahlen.

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Der Abgasskandal bei Volkswagen wird nach Worten von Betriebsratschef Bernd Osterloh Auswirkungen auf das Ergebnis der Hauptmarke VW haben. Dies werde auch einen Einfluss auf den Bonus für die Mitarbeiter haben, sagte Osterloh am Dienstag auf einer Betriebsversammlung im Wolfsburger Stammwerk. „Wir werden genau hinschauen, wie der Bonus für den Vorstand aussehen soll“, sagte der Betriebsratschef vor mehr als 20.000 Beschäftigten in einer Halle auf dem Werksgelände. Klar sei, dass die Beschäftigten nicht die Zeche für das Fehlverhalten einer Gruppe von Managern zahlen werde.

Osterloh forderte einer Mitteilung des Betriebsrats zufolge zudem, alle Projekte und Investitionen wegen des Abgasskandals auf den Prüfstand zu stellen. „Wir werden mit großer Konsequenz alles in Frage stellen müssen, was nicht wirtschaftlich ist“, sagte der Betriebsratschef.

Volkswagen hatte zugegeben, bestimmte Modelle in den vergangenen Jahren mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Abgaswerte am Prüfstand manipulieren kann. Aufgeflogen war der Skandal vor zweieinhalb Wochen durch die amerikanische Umweltbehörde EPA. In den USA drohen dem Konzern hohe Strafzahlungen und eine Klagewelle wegen Schadensersatzforderungen. Weltweit sind bis zu elf Millionen Fahrzeuge von Manipulationen betroffen. Der langjährige Vorstandschef Martin Winterkorn musste daraufhin seinen Stuhl räumen. Für ihn rückte der frühere Porsche-Chef Matthias Müller an die Spitze des Zwölf-Marken-Konzerns.

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