Abgehörte Telefonate: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EnBW

Wegen möglicher Verstöße gegen das Datenschutzgesetz hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen EnBW aufgenommen. Service-Telefonate mit Kunden sollen mitgeschnitten worden sein.

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Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen den Energiekonzern EnBW wegen möglicher Datenschutz-Verstöße. Es gehe um den Vorwurf, Telefonate aufgenommen und damit „das nicht-öffentliche Wort“ unerlaubt aufgezeichnet zu haben, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch.

Der Energieversorger kommentierte dies nicht. Ende April war bekanntgeworden, dass EnBW Service-Telefonate mit Kunden mitgeschnitten hatte – auch wenn die Kunden dies zuvor abgelehnt hatten. EnBW machte für die Praxis technische Gründe geltend.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich nach Angaben ihres Sprechers gegen „namentlich bekannte Personen“ bei EnBW, die für die beanstandete Praxis der Aufzeichnungen verantwortlich sein könnten. Bislang seien Zeugen vernommen worden. Der Sachverhalt sei allerdings wegen der technischen Details rund um die von EnBW verwendete Software sehr kompliziert.

 

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