EU will Freihandelsabkommen mit Tunesien verhandeln

Hauptziel der Gespräche ist die Annäherung der tunesischen Handelsvorschriften an EU-Regeln. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen zwischen der EU und dem nordafrikanischen Land 20 Milliarden Dollar.

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Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Tunesien durch ein umfassendes Freihandelsabkommen stärken. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström werde dafür die Verhandlungen in Tunis beginnen, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Hauptziel der Gespräche sind demnach die Annäherung der tunesischen Handelsvorschriften an EU-Regeln. Voriges Jahr belief sich das Handelsvolumen zwischen der EU und dem nordafrikanischen Land auf rund 20 Milliarden Euro. Der EU-Abgeordnete und Handelsexperte Daniel Caspary (CDU) forderte ein Abkommen, das vor allem der Jugend in Tunesien Perspektiven eröffnet.

Die EU versucht derzeit auf verschiedenen Ebenen, die Beziehungen zu vertiefen. Von dem Land ging der sogenannte Arabische Frühling aus, in dem mehrere Diktatoren der Region gestürzt wurden. Mehrere Staaten versanken danach allerdings in Chaos und Gewalt. Vorige Woche wurde eine tunesische Plattform für den breiten gesellschaftlichen Dialog mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil sie sich gegen eine ähnliche Entwicklung in ihrem Heimatland stemmte.

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