Schwellenländer bescheren Drägerwerk Gewinneinbußen

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat erneut seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Vor allem der Abschwung in den Schwellenländern mache sich bemerkbar. Drägerwerk will nun seine mittelfristige Prognose überprüfen und verstärkt sparen.

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Die Aktie von Drägerwerk mit Verlusten am Mittwoch. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/dr%C3%A4gerwerk_vz-aktie/chart?utp=1&amp;boerse_id=6&amp;t=week" target="_blank">ariva.de</a>)

Die Aktie von Drägerwerk mit Verlusten am Mittwoch. (Grafik: ariva.de)

Beim Medizintechnikkonzern Drägerwerk laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Der Vorstand kassierte nach einem operativen Verlust im dritten Quartal erneut seine Jahresprognose. Der Konzern rechne für 2015 nur noch mit einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 2,5 bis 4,5 Prozent statt der zuvor angepeilten fünf bis sieben Prozent, wie das im Technologieindex TecDax notierte Unternehmen am Dienstagabend in einer Pflichtveröffentlichung mitteilte. Drägerwerk erwarte ein Umsatzwachstum von währungsbereinigt einem bis drei Prozent (zuvor währungsbereinigt zwei bis fünf Prozent). Drägerwerk hatte seine Prognosen erst im Juli zurückgenommen.

Zudem wolle das Unternehmen seine mittelfristige Prognose überprüfen und die Einsparungen verstärken. Die Geschäftsentwicklung in der Region Asien-Pazifik, vor allem in China, habe sich weiter eingetrübt, teilte der Konzern weiter mit. Auch in der Region Amerika sei das Geschäft unter den Erwartungen geblieben. Zusätzlich hätten Sondereffekte wie Abschreibungen auf Forderungen und Vorratsbestände belastet. Die zuletzt deutliche Abwertung der Währungen einiger Schwellenländer habe sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Im dritten Quartal verbuchte der Konzern ein operativen Verlust (EBIT) von 23 Millionen Euro nach einem Plus von 47,2 Millionen Euro im gleichen Vorjahresquartal.

Bereits 2014 hatte Dräger seine Jahresziele zurückfahren müssen, da der Konzern in den USA und China schlechter abschnitt als erwartet. Die Russland-Krise tat ihr Übriges. Mit der Medizintechnik erzielt das Unternehmen über 60 Prozent seiner Erlöse, 36 Prozent mit Sicherheitstechnik.

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