Türkei bestätigt Abschuss von „Flugobjekt“

Das türkische Militär hat am Freitag nach eigenen Angaben ein „Flugobjekt“ über der Türkei nahe der Grenze zu Syrien abgeschossen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Das türkische Militär hat am Freitag nach eigenen Angaben ein „Flugobjekt“ über der Türkei nahe der Grenze zu Syrien abgeschossen. Zu welcher Luftwaffe das Objekt gehörte, ist zunächst unklar.

Die türkischen Streitkräfte melden:

„Am heutigen Tag wurde in unserem Luftraum an der syrischen Grenze ein unbekanntes Flugobjekt geortet. Obwohl das Objekt drei Mal gewarnt wurde, drang es weiter in unseren Luftraum ein. Das Flugobjekt wurde gemäß den ,Rule of Engagement‘ (RoE) abgeschossen.“

Das türkische Nachrichtenportal Bengütürk berichtet, dass es sich bei dem Flugobjekt um eine russische Drohne handele. Diese Informationen sind jedoch noch nicht bestätigt. Ein hochrangiger Vertreter der türkischen Regierung bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters den Drohnenabschuss. Er fügte jedoch hinzu, dass die nationale Zugehörigkeit der Drohne zum gegenwärtigen Zeitpunkt ungeklärt sei.

Das türkische Nachrichtenportal für Flugobjekte Kokpit.aero hat die Drohne aus technischer Hinsicht identifiziert. Es soll sich dabei um eine russische Orlan-10 handeln. Die Orlan-10 ist eine ferngesteuerte Aufklärungsdrohne, die eine Höhenreichweite von fünf Kilometer hat. Sie ist maximal 15 Kilogramm schwer und wird mit dem sogenannten Katapultsystem in Aktion gebracht. Sie kann bis zu 16 Stunden in der Luft bleiben und hat einen Benzinmotor. Allerdings macht das Portal keine Aussage darüber, ob die in der Türkei abgeschossene Drohne auch tatsächlich von einer russischen Kommandozentrale bedient wurde.

Anfang Oktober hatte ein türkischer F-16 einen aus Syrien kommenden russischen Kampfjet abgefangen. Die Maschinen seien daraufhin abgedreht. Die Türkei legte beim russischen Botschafter Protest ein. Gleichzeitig kommen sich russische und US-amerikanische Kampfjets im Luftraum über Syrien gefährlich nahe.

In einer ersten Version des Artikels war von einem abgeschossenen „Kampfjet“ die Rede. Dies hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet und kurze Zeit später korrigiert.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick