Pkw-Neuzulassungen knacken Zehn-Millionen-Marke

Trotz der VW-Affäre hat sich die Zahl neuer PKW im Vergleich zum Vorjahr in ganz Europa deutlich erhöht. Das zeigt, dass die wichtige Stütze europäischer Industrie auch weiterhin eine solche sein kann.

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Die Pkw-Neuzulassungen haben sich zwischen Oktober 2014 und September 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,8 Prozent erhöht. Die Erhöhung in den abgelaufenen zwölf Monaten wurde nach Angaben des europäischen Verbands der Automobilhersteller (ACEA) neben anreizbedingten Nachfrageimpulsen (Abwrackprämie) insbesondere durch die wirtschaftliche Erholung in Osteuropa getrieben.

Aber auch in westeuropäischen Staaten profitierten Automobilhersteller von der nach wie vor robusten Nachfrage nach Pkws. So konnten Spanien (+22,5 Prozent), Italien (+17,2 Prozent), Frankreich (+9,1 Prozent) und Großbritannien (+8,6 Prozent) Zuwächse bei der Pkw-Neuzulassung im Zwölfmonatsvergleich vorweisen. Auch Deutschland, dessen Automobilsektor derzeit durch die VW-Krise erschüttert wird, konnte einen Zuwachs von 4,8 Prozent verbuchen.

Die Zahlen des ACEA zeigen, dass sich der europäische Automobilsektor nach wie vor robust entwickelt und eine wichtige Stütze der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Europa darstellt. Nach Berechnungen des ACEA handelt es sich bei der Ausweitung der Zulassungen um die 25. Erhöhung im Zwölfmonatsvergleich, was die Nachfragestärke unterstreicht. Auch die Betrachtung alternativer Zeitvergleichsperioden zeichnet eine klar positive Entwicklung. So sind im Vergleich zum Septemberwert des Vorjahres sowie im Jahresvergleich auf Neunmonatsbasis 9,8 bzw. 8,8 Prozent mehr Neuzulassungen registriert worden. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres fanden europaweit erstmals seit dem Vorkrisenjahr 2007, in dem knapp zwölf Millionen Fahrzeuge neu zugelassen wurden, mehr als zehn Millionen frisch vom Band gerollte Pkws einen neuen Eigentümer.

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