Deutsch-ukrainische Handelskammer gegründet

Mit der neuen deutsch-ukrainischen Handelskammer sollen die wirtschaftlichen Beziehungen intensiviert werden. Im vergangenen Jahr gingen die deutschen Exporte in die Ukraine aufgrund des Konflikts um ein Drittel zurück.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Deutschland und die Ukraine wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Handelskammer intensivieren. Vertreter beider Länder unterzeichneten am Freitag nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ein Regierungsabkommen zur Gründung der neuen Behörde. Anlass ist ein deutsch-ukrainischer Wirtschaftskongress in Berlin, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk teilnehmen.

„Deutschland unterstützt die Ukraine bereits auf ihrem Weg der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung“, sagte der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig. „Dieses Engagement möchten wir durch die Vertiefung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen.“ Die neue Kammer soll ein Signal sein, dass beide Länder bei Handel und Investitionen zusammenrücken wollen. Sie soll auch Unternehmen aus der Ukraine dabei unterstützen, das Anfang 2016 in Kraft tretende Kooperationsabkommen mit der EU besser zu nutzen.

Deutschland ist nach Russland und China der drittwichtigste Handelspartner der Ukraine. Wegen der anhaltenden Rezession in dem Land, die auch Folge des kriegerischen Konflikts mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes ist, waren die deutschen Exporte im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 3,6 Milliarden Euro eingebrochen. Dieser Niedergang setzte sich im ersten Halbjahr mit einem neuerlichen Minus von rund einem Viertel fort. Insgesamt lag das bilaterale Handelsvolumen 2014 bei gut fünf Milliarden Euro.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick