Deutsch-ukrainische Handelskammer gegründet

Mit der neuen deutsch-ukrainischen Handelskammer sollen die wirtschaftlichen Beziehungen intensiviert werden. Im vergangenen Jahr gingen die deutschen Exporte in die Ukraine aufgrund des Konflikts um ein Drittel zurück.

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Deutschland und die Ukraine wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Handelskammer intensivieren. Vertreter beider Länder unterzeichneten am Freitag nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ein Regierungsabkommen zur Gründung der neuen Behörde. Anlass ist ein deutsch-ukrainischer Wirtschaftskongress in Berlin, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk teilnehmen.

„Deutschland unterstützt die Ukraine bereits auf ihrem Weg der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung“, sagte der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig. „Dieses Engagement möchten wir durch die Vertiefung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen.“ Die neue Kammer soll ein Signal sein, dass beide Länder bei Handel und Investitionen zusammenrücken wollen. Sie soll auch Unternehmen aus der Ukraine dabei unterstützen, das Anfang 2016 in Kraft tretende Kooperationsabkommen mit der EU besser zu nutzen.

Deutschland ist nach Russland und China der drittwichtigste Handelspartner der Ukraine. Wegen der anhaltenden Rezession in dem Land, die auch Folge des kriegerischen Konflikts mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes ist, waren die deutschen Exporte im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 3,6 Milliarden Euro eingebrochen. Dieser Niedergang setzte sich im ersten Halbjahr mit einem neuerlichen Minus von rund einem Viertel fort. Insgesamt lag das bilaterale Handelsvolumen 2014 bei gut fünf Milliarden Euro.

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