An Demo teilgenommen: Saudi-Arabien will jungen Mann enthaupten und kreuzigen

Saudi-Arabien will einen jungen Schiiten enthaupten und kreuzigen. Er hatte als Minderjähriger an einer Demonstration teilgenommen. Saudi-Arabien ist der wichtigste Verbündete der USA im Nahen Osten.

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Saudi-Arabiens oberster Gerichtshof hat trotz heftiger internationaler Kritik das Todesurteil gegen einen jungen Schiiten bestätigt. Dies teilten der Anwalt sowie die Familie des verurteilten Ali Bakir al-Nimr am Sonntag mit. Al-Nimr soll 2011 und 2012 an Demonstrationen teilgenommen haben. Damals war er minderjährig. Das mehrheitlich sunnitische Königreich wirft ihm vor, die Konfessionen gegeneinander aufgehetzt zu haben. Al-Nimr könnte nach Angaben seines Anwaltes enthauptet und gekreuzigt werden, sobald König Salman das Urteil unterschreibt.

Neben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten auch die Europäische Union und die Bundesregierung den Richterspruch scharf verurteilt. Nach Amnesty-Angaben wurden in Saudi-Arabien bis Ende September mindestens 134 Todesurteile vollstreckt. 2014 gab es demnach 90 Hinrichtungen.

Al-Nimr ist ein Neffe des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr, dem wegen Ungehorsams gegen den Herrscher ebenfalls die Hinrichtung droht. Inspiriert von den Protesten der Arabischen Aufstände hatten Angehörige der schiitischen Minderheit in der saudischen Ost-Provinz ab 2011 Demonstrationen gegen die von ihnen empfundene Diskriminierung organisiert.

Saudi-Arabien ist der wichtigste Verbündete der USA im Nahen Osten und unterstützt seit Jahren unterschiedliche Terror-Milizen, um gegen die Schiiten in der Region zu kämpfen. Vor wenigen Monaten hatte von Saudi-Arabien finanzierte Gruppe Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt, weil die in ihrer Neujahrsansprache die Deutschen aufgefordert hatte, nicht zu den Pegida-Demonstrationen zu gehen.

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