Kritik an geplanten Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan

Deutschland und die EU wollen auch Flüchtlinge aus Afghanistan abschieben. Dies stößt auf heftige Kritik von Pro Asyl.

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Die von der Bundesregierung und der Europäischen Union angestrebte verstärkte Abschiebung auch nach Afghanistan stößt auf scharfe Kritik bei Menschenrechtlern. Afghanistan stehe vor dem Zerfall und eine Abschiebung von Menschen dorthin sei extrem gefährlich, warnte der Geschäftsführer der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl, Günter Burkhardt, am Sonntag. Bundeskanzlerin Angela Merkel vollziehe derzeit eine scharfe Kehrtwende in ihrer Politik, kritisierte Burkhardt. Sie rede flüchtlingsfreundlich und versuche zugleich mit allen Mitteln, schutzsuchende Menschen abzuweisen. Im Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfeltreffens zur Flüchtlingskrise in Brüssel wird eine forcierte Abschiebung auch nach Afghanistan gefordert.

In Afghanistan herrschen nach 13 Jahren Krieg zwischen der Nato und den Taliban verheerende Verhältnisse. Er vor wenigen Tagen haben die Taliban mit einer Offensive begonnen, die dazu führen könnte, dass es zu weiteren Vertreibungen kommt.

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