Südtiroler fordern von Italien Lockerung der Bargeld-Grenze

In Italien dürfen die Bürger nur Bargeldzahlungen bis zu 1.000 Euro tätigen. Größere Summen müssen über den elektronischen Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Die Südtiroler Partei fordert die Aufhebung dieser Bargeldgrenze. Der italienische Premier Matteo Renzi bietet an, die Bargeldgrenze auf 3.000 Euro anzuheben.

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In Italien sind Bargeldzahlungen ab 1.000 Euro verboten. Der Staat möchte damit illegale Transaktionen und Steuerhinterziehung unterbinden. Doch die Südtiroler Volkspartei (SVP) will diese Bargeldgrenze aufheben und hat deshalb einen Antrag an die Regierung in Rom gestellt, berichtet Die Presse.

Die SVP meint, dass diese Regelung vor allem viele Touristen abschrecken würde. Deshalb fordern die Hoteliers und Gastronomen aus Südtirol die Anhebung der Bargeldgrenze auf mindestens 3.000 Euro. Die aktuelle Beschränkung ist offenbar ohnehin in vielen Bereichen unwirksam. Die jährliche Summe, die an Steuern hinterzogen wird, beläuft sich auf 300 Milliarden Euro. Nach Informationen des italienischen Wirtschaftsministeriums macht das 20 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes aus.

Der Konsumentenverband Codacons hingegen vermutet eine andere Motivation hinter der Bargeldbegrenzung. Das primäre Ziel sei nicht die Unterbindung von Steuerhinterziehung. Vielmehr gehe es darum, dass die Bürger dazu gezwungen werden sollen, Kreditkarten zu benutzen, damit sich die Banken „bereichern“ können.

Der italienische Premier Matteo Renzi hatte bereits Mitte Oktober angekündigt, die Bargeldgrenze auf 3.000 Euro erhöhen zu wollen. „Das wird ein Weg sein, um vor allem den Konsumenten zu helfen“, zitiert Il Gazzettino Renzi.

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