Leuchtendes Pflaster zeigt Infektionen an

Eine richtige Wundheilung kann nur geschehen, wenn sich die Wunde nicht entzündet. Umso wichtiger ist es, schnell Infektionen zu erkennen. Ein neues Pflaster hilft nun dabei. Einmal draufgeklebt, leuchtet es, wenn sich die Wunde entzündet hat.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Das neue Pflaster kann zukünftig Blutvergiftung erheblich reduzieren. (Foto: American Chemical Society)

Das neue Pflaster kann zukünftig Blutvergiftung erheblich reduzieren. (Foto: American Chemical Society)

Pflaster sind dafür da, Wunden vor möglichen Infektionen zu schützen und so den Heilungsprozess optimal zu begleiten. Dennoch kommt es oft schon vor dem Tragen eines Pflasters zu einer Infektion. Und diese sind meist nicht im Anfangsstadium sichtbar. Forscher der britischen University of Bath haben nun ein Pflaster entwickelt, das auch anzeigen kann, ob sich die Wunde vielleicht schon entzündet hat.

Für das neue Pflaster setzen die Wissenschaftler auf eine Art Biofilm, den Bakterien in einer Wunde bilden. Dabei handelt es sich um eine Schicht, die aus Proteinen, externer DNA und komplexem Zucker besteht. Das neuartige Wundpflaster reagiert genau auf diesen Biofilm. Das Pflaster wird auf die Wunde geklebt und leuchtet, falls eine Infektion vorhanden ist.

Schon vier Stunden nach einer Infektion, kann das Pflaster diese wahrnehmen und reagieren. Ist die Wunde schon länger infiziert und das Wundpflaster wird darauf geklebt, reichen schon wenige Minuten, um es zum Leuchten zu bringen. „Wird es richtig angewendet, glauben wir, dass es zur frühen Diagnose von Infektionen nach einer Operation genutzt werden kann und sich dadurch die Fälle einer Sepsis reduzieren“, sagte Toby Jenkins von der University of Bath.

„Alle Wunden weisen Bakterien auf“, so Jenkins. „Werden sie vom Immunsystem in Schach gehalten, ist das kein Problem. Aber, wenn die Bakterien anfangen, Biofilme zu bilden und die Wunde übermäßig stark befallen, kann das zu krank machenden Veränderungen führen.“ Allerdings dauert es bis zur Marktreife noch einige Zeit. In etwa drei Jahren sollen die ersten klinischen Tests beginnen.

An anderer Stelle haben Wissenschaftler der Universität Straßburg hinsichtlich der Verhinderung und Bekämpfung von Infektionen einen mit Silber ummantelten Biofilm entwickelt. Dieser soll verhindern, dass Bakterien sich an medizinischen Geräten festsetzen und so Infektionen auslösen können.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick