Tech-Start-ups gehen nicht mehr an die Börse

Börsengänge von Technologie-Start-ups gehen rasant zurück. Allein im dritten Quartal sank die Zahl der Erstnotierungen um 69 Prozent. Grund seien unter anderem die China-Krise und die unsicheren US-Zinspolitik, so ein aktueller PwC-Bericht.

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Der weltweite Markt für Technologie-Start-ups hat einen steilen Rückgang in der Zahl der Börsengänge gemeldet. Nach acht starken Quartalen ging die Zahl im dritten Quartal 2015 um 69 Prozent zurück. Grund sei die extreme Volatilität der globalen Kapitalmärkte, so die Wirtschaftsprüfer von PwC in einem aktuellen Bericht.

In dem dritten Quartal gab es demnach lediglich 11 Börsengänge mit einem Gesamterlös von 4,1 Milliarden Dollar. Im Quartal davor gab es hingegen 36 Börsengänge im Wert von 6,2 Milliarden. Im Vorjahresquartal gab es 18 Börsengänge mit einem Ertrag von 24,8 Milliarden Dollar.

Eine Erklärung ist PwC zufolge in der Volatilität und Unsicherheit der Kapitalmärkte zu finden. Zudem seien glanzlose Börsendebüts in den traditionellen Inkubatoren-Ländern USA und China ein möglicher Grund für den Rückgang. Beide Länder haben jeweils nur zwei IPOs geschafft. In China waren die Aussetzung der Börsen in Shanghai und Shenzen mit ausschlaggebend, in den USA die Unsicherheit wegen der China-Krise sowie der Zinspolitik der Fed.

Dennoch lasse sich aus dem schlechten Quartal keine allgemeine Entschleunigung in der Tech-Branche ablesen, so PwCs Technologie-Experte Raman Chitkara. „Wir sehen weiterhin eine Zunahme der „Einhörner“ – also Start-ups die über einer Milliarde Dollar bewertet werden. Viele Start-ups fänden jedoch mittlerweile auch so gute private Investoren, dass für sie einen Börsengang als Finanzierungsmöglichkeit gar nicht mehr notwendig ist.

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