Tausend Flüchtlinge vor Libyen aus Seenot gerettet

Fast tausend Menschen sind am Donnerstag von der italienischen Küstenwache und internationalen Schiffen vor dem Ertrinken bewahrt worden. Sie wurden nach Italien gebracht. Die meisten von ihnen stammen aus Afrika und machen sich trotz der widrigen Wetterverhältnisse auf den Weg nach Europa.

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Vor der libyschen Küste sind am Donnerstag fast tausend Flüchtlinge gerettet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Die 949 Insassen seien in sieben Schlauchbooten und mit einem kleinen Fischerboot Richtung Italien in See gestochen, teilte die italienische Küstenwache mit. An der Rettungsaktion hätten sich Schiffe der italienischen Marine und Küstenwache, von Ärzte ohne Grenzen (MSF), sowie Militärschiffe aus Großbritannien, Slowenien und Belgien beteiligt, die bei der EU-Anti-Schleuser-Mission Sophia mitmachen.

Die Hilfsorganisation MSF teilte mit, die 110 von ihrem Schiff „Dignity“ aufgenommenen Flüchtlinge stammten aus Nigeria, Niger und Ghana. Die Gruppe sei inzwischen an Bord eines italienischen Militärschiffes auf dem Weg nach Italien.

Trotz Kälte, und Wind und Wellen machen sich weiter jede Woche hunderte Flüchtlinge auf die gefährliche Reise von Nordafrika über das Mittelmeer Richtung Europa. Seit Beginn des Jahres trafen 140.000 Flüchtlinge in Italien ein, insgesamt schafften es laut Flüchtlingshilfswerk UNHCR 762.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa, der Großteil landete in Griechenland. 3440 Menschen ertranken oder verschwanden.

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