Island will Bürger für Banken-Rettung entschädigen

Islands Finanzminister will seinen Bürgern 630 Euro pro Person auszahlen. Dafür soll der staatliche Anteil an der Íslandsbanki aufgelöst werden. Der Staat will seinen fünfprozentigen Anteil somit abstoßen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
5.000 isländische Kronen haben einen Wert von 35,38 Euro. (Bild: Notenbank Island)

5.000 isländische Kronen haben einen Wert von 35,38 Euro. (Bild: Notenbank Island)

Der isländische Finanzminister Bjarni Benediktsson hat vorgeschlagen, die staatlichen Anteile an der Íslandsbanki unter den Bürgern zu verteilen, berichtet die Iceland Review.

Der isländische Staat besitzt einen fünfprozentigen Anteil an der Bank. Sollte der Vorschlag durchkommen, würde jeder Isländer umgerechnet 636,92 Euro in Aktien erhalten.

Island musste insgesamt 16,8 Milliarden Euro an Steuergeldern aufbringen, um heimische Banken nach der Finanzkrise 2007 vor der Pleite zu bewahren. Auch Íslandsbanki war von der Pleite bedroht.

In Island wurden zuvor 26 Top-Banker zu Haftstrafen von insgesamt 74 Jahren verurteilt. Sie sollen an diversen Manipulationen beteiligt gewesen sein, die die Finanzkrise 2007 mitausgelöst haben.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***