Ehemaliger Putin-Berater tot in Hotel in Washington gefunden

Der ehemalige russische Medienminister Michail Lessin ist in einem Hotel in Washington tot aufgefunden worden. Er soll einem Herzanfall erlegen sein. Der frühere Vertraute von Präsident Putin soll über ein Millionen-Vermögen verfügt haben.

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Der ehemalige russische Medienminister Michail Lessin, ein früherer Berater von Staatschef Wladimir Putin, ist im Alter von 57 Jahren in den USA gestorben. Der an der Gründung der englischsprachigen russischen Fernsehsendergruppe RT beteiligte Ex-Minister sei in einem Hotelzimmer in Washington einem Herzanfall erlegen, berichtete der vom Staat finanzierte Sender am Samstag. „Lessin ist gestorben. Es ist unmöglich, das zu glauben“, schrieb RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan im Kurznachrichtendienst Twitter.

Putin sprach Lessins Angehörigen sein Mitgefühl aus, wie der Kreml mitteilte. Der Staatschef schätze „in höchstem Maße den enormen Beitrag von Michail Lessin zur Gründung zeitgenössischer russischer Medien“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

Der US-Fernsehsender ABC News hatte am Freitagabend unter Berufung auf russische und US-Regierungsvertreter berichtet, Lessin sei am Vortag im Washingtoner Dupont Circle Hotel gefunden worden. Die Washingtoner Polizei bestätigte lediglich, dass sie den Tod eines Menschen in dem Straßenblock untersuche, in dem sich das genannte Hotel sich befindet.

Lessin war von 1999 bis 2004 russischer Minister für Presse, Fernsehen und Radio. Später diente er als Berater im Kreml. 2013 wurde er Chef der Medien-Holding des Energieunternehmens Gazprom und beaufsichtigte unter anderem den Radiosender Moskauer Echo. Ein Jahr später gab Lessin den Posten auf und führte familiäre Gründe an.

Lessins Gegner warfen ihm vor, die Pressefreiheit in Russland zu beschneiden. Der republikanische US-Senator Robin Wicker hatte vergangenes Jahr gefordert, gegen Lessin wegen Geldwäsche und Korruption zu ermitteln, wie ABC berichtete. Lessin soll demnach Millionen Dollar in Europa und den USA angehäuft haben, darunter 28 Millionen Dollar (26 Millionen Euro) an Immobilien in Los Angeles.

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