Syrien: Russland meldet Erfolge, US-Verbündete mit Geldsorgen

Die russische Luftwaffe hat nach Angaben aus Moskau innerhalb der vergangenen drei Tage 448 Infrastruktur-Anlagen von Terroristen in Syrien zerstört. Der engste US-Verbündete Saudi-Arabien ist wegen des Kriegs offenbar in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

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Russlands Präsident Wladimir Putin, mit seinen Beratern, Ende Oktober in Novo-Ogaryovo. (Foto: EPA/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

Russlands Präsident Wladimir Putin, mit seinen Beratern, Ende Oktober in Novo-Ogaryovo. (Foto: EPA/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

Das russische Verteidigungsministerium meldet am Montag über die staatliche Nachrichtenagentur TASS, dass die russischen Luftangriffe in den vergangenen drei Tagen sehr effizient gewesen sein sollen. So wurden mit 137 Einsätzen insgesamt 448 für die Infrastruktur der Terroristen wichtige Ziele zerstört. Dazu gehören Munitionsdepots und Mörser-Stellungen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte in Moskau, dass die Russen in den Provinzen Aleppo, Damaskus, Idlib, Rakka, Hama und Homs Einsätze geflogen seien. Neben Stellungen des „Islamischen Staats“ (IS) sollen auch Stellungen der mit den USA verbündeten al-Nusra Front zerstört worden sein, unter anderem ein Kommandostand in Zerba.

Der Sprecher sagte, dass die Russen einen Strategie-Wechsel bei den Terror-Gruppen feststellen: Diese hätten sich auf die Verteidigung verlegt und versuchen, nachts ihre Stellungen zu wechseln, um den russischen Luftschlägen zu entgehen. Die US-Regierung will 50 Spezialisten an die Front schicken, um die Verbündeten beim Rückzug gegen die Russen zu unterstützen.

Saudi-Arabien, den zweiten wichtigen Verbündeten der USA, plagen unterdessen Geldsorgen – eine für den reichen Öl-Staat neue Erfahrung: Erstmals werde sich das islamistische Königreich im kommenden Jahr an den internationalen Bond-Markt wenden, um Kredite aufzunehmen, meldet die FT. Die Saudis finanzieren die Terroristen im Nahen Osten seit vielen Jahren. Durch den niedrigen Öl-Preis ist Saudi-Arabien unter Druck geraten. Das Defizit explodiert, der IWF sagt den Saudis die Pleite in einigen Jahren vorher. Trotzdem wollen die Saudis die Produktion nicht drosseln – sehr zum Ärger der anderen OPEC-Staaten.

Der Chef des saudischen Öl-Konzerns Aramco sagte der FT, es sei wichtig für das Land, dass es keine Marktanteile verliert. Zwar sei die Situation jetzt schmerzhaft. Doch werde sich der Schmerz lohnen, wenn der Ölpreis wieder steigt. Allerdings hat Saudi-Arabien bereits Terrain verloren: Der Marktanteil Russlands in Asien ist in den vergangenen Monaten gestiegen, während die Saudis Einbrüche hinnehmen müssen. Es ist jedoch denkbar, dass die Saudis von der US-Regierung angehalten werden, den Kampf gegen Russland an der Öl-Front zu führen.


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