Ultraschall-Seife ersetzt Waschmaschine

Ein seifengroßes Gerät kann Kleidung mit Ultraschall reinigen. Die Mini-Waschmaschine kann selbst Handwäsche in einer guten halben Stunde säubern. Das Verfahren funktioniert in jedem Waschbecken und verbraucht dabei 80 Prozent weniger Energie als eine Waschmaschine.

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Das seifengroße Ultraschall-Gerät könnte Waschmaschinen bald überflüssig machen. (Screenshot)

Das seifengroße Ultraschall-Gerät könnte Waschmaschinen bald überflüssig machen. (Screenshot)

Ein Start-Up aus den USA und der Schweiz hat ein Gerät erfunden, das Kleidung mit Ultraschall reinigt. Es ist so groß wie ein Stück Seife und wird zu der Wäsche ins Wasser gelegt. Auch Handwäsche soll damit in einer guten halben Stunde sauber sein und dabei 80 Prozent weniger Energie verbrauchen als eine Waschmaschine.

Die Reinigung mit Ultraschall ist seit Längerem etwa für Operationsbesteck üblich. Die Technologie zur Anwendung bei Textilien wurde von dem Schweizer Unternehmens MPI Ultrasonics entwickelt, das hinter dem Start-Up Dolphi steht.

Das Verfahren mit der Ultraschall-Seife soll etwa 80 Prozent weniger Energie verbrauchen, als eine normale Waschmaschine. Zudem soll der Ultraschall weitaus schonender für die Wäsche sein als das Schleudern in einer Trommel: So könne auch empfindliche Stoffe wie Wolle oder Feinwäsche gereinigt werden, die in der Waschmaschine einlaufen würde. Zudem ist Dolfi leiser, kleiner und flexibler: Das Gerät wurde für Reisen entwickelt und kann an jeder Steckdose angeschlossen und in jedem Waschbecken angewendet werden.

Die Waschladung wird dabei durch die Größe des Beckens begrenzt: bei einem normalen Waschbecken sind dies etwa zwei Kilo Wäsche. Sollte sich die Technologie jedoch durchsetzen, könnten auch größere Geräte für größere Mengen Wasser und Wäsche entwickelt werden: Die Tage der unhandlichen Standmaschinen scheinen gezählt.

Die Erfindung der Ultraschall-Seife stößt bereits auf große Nachfrage: Eine aktuelle Finanzierungs-Kampagne für Dolfi auf der Crowdfunding-Plattform indiegogo hat das Finanzierungsziel längst erreicht und die ersten Geräte sollen noch vor Ende des Jahres 2015 ausgeliefert werden.

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