Erdoğan zu Hollande: Die Türkei kämpft mit Frankreich gegen den Terrorismus

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein französischer Amtskollege François Hollande haben ihre gemeinsame Entschlossenheit zur Bekämpfung des Terrorismus zum Ausdruck gebracht. Die beiden Staatsmänner hatten sich am Nachmittag telefonisch verständigt.

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Während eines Telefongesprächs sollen Erdoğan und Hollande ihre feste Entschlossenheit bekundet haben, den Terrorismus zu bekämpfen. Der türkische Präsident sprach seinem Amtskollegen noch einmal persönlich sein Beileid aus. Er teile den Schmerz der französischen Bevölkerung.

Erdoğan soll Hollande versichert haben, dass die Türkei bei der Bekämpfung des Terrorismus an der Seite Frankreichs stehe, so die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Bei mehreren Anschlägen kamen am Freitagabend in Paris mindestens 128 Menschen ums Leben. Mittlerweile hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu den Taten bekannt.

In der Türkei rufen die Szenen aus der französischen Hauptstadt Erinnerungen an die dramatischen Ereignisse von Suruc am 20. Juli dieses Jahres hervor. Bei dem Terroranschlag starben 32 Menschen. Nach dem Selbstmordanschlag haben türkischen Sicherheitskräfte 1.050 Verdächtige in 34 türkischen Provinzen festgenommen. Die meisten der Verdächtigen gehören angeblich Daesh, der Kurdischen Arbeiterpartei und der extremen Linken Revolutionären Volksbefreiungspartei an.

Am 10. Oktober erlebte die Türkei ihr bislang verheerendstes Trauma. Damals starben in Ankara 102 Personen. Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zufolge ging der verheerende Selbstmordanschlag auf das Konto gleich mehrerer Gruppierungen. Zu diesen gehörten unter anderem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), kurdische Militante und der syrische Geheimdienst. Schon kurze Zeit nach dem Anschlag hatte die Regierung IS und PKK im Visier.

Die Terrorwelle in Paris hat nach einer neuen Bilanz der Staatsanwaltschaft 129 Tote gefordert. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagte Staatsanwalt François Molins am Samstag in Paris. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben.

Frankreich will auch nach den Anschlägen den IS weiter in Syrien aus der Luft angreifen. Das kündigt Ministerpräsident Manuel Valls am Abend an.

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