Griechenland: Zwei Terroristen könnten mit Flüchtlingen eingereist sein

An den Terroranschlägen in Paris waren möglicherweise zwei Männer beteiligt, die mit den Flüchtlingen über Griechenland eingereist sind. Das sagen griechische Sicherheitsbehörden. Wirklich schlüssig sind ihre Belege allerdings nicht.

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Einer der mutmaßlichen Terroristen könnte Anfang Oktober aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. «Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden», teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Mann weitergereist sei, hieß es.

Wie der staatliche griechische Rundfunk (ERT) unter Berufung auf Kreise der Polizei weiter berichtete, könnte auch ein zweiter Mann, der an den Terroranschlägen beteiligt gewesen sein soll, aus der Türkei nach Griechenland in die EU eingereist sein. Eine offizielle Erklärung dazu lag jedoch am späten Abend nicht vor.

Die griechischen Sicherheitsbehörden hätten in beiden Fällen die Fingerabdrücke der mutmaßlichen Terroristen an die französischen Behörden übermittelt, hieß es. In den vergangenen zehn Monaten waren mehr als 600.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. In ihrer Mehrheit stammten sie aus Syrien.

Die französischen Behörden hatten in der Nähe der Leiche eines mutmaßlichen Terroristen einen syrischen Pass gefunden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise berichtete. Ob dieser Pass wirklich der des Killers war, ist unklar.

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