Crash-Gefahr: Bridgewater zieht Geld aus Schwellenländern ab

Der US-Investor Bridgewater Associates schraubt seine Investitionen in den Schwellenländern um 42 Prozent zurück. Auslöser dieses Schritts ist die Wachstumsverlangsamung in den Schwellenmärkten. Zudem erwartet der Investor wegen der anstehenden Leitzinserhöhung durch die Fed einen baldigen Kapitalabfluss aus den Schwellenländern.

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Der US-Investor Bridgewater Associates hat in Erwartung einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank ihre Investitionen in den Schwellenländern drastisch zurückgefahren. (Screenshot)

Bridgewater Associates hat in Erwartung einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank ihre Investitionen in den Schwellenländern drastisch zurückgefahren. (Screenshot)

Der US-Investor Bridgewater Associates, einst der größte Anleger in den beiden größten Emerging Markets Exchange Traded Funds der Welt, verkauft 41 Prozent seiner Bestände im dritten Quartal.

Die Firma, vom US-Finanzinvestor Ray Dalio geführt, schraubt ihre Investitionen bei der Vanguard Group und Blackrock im Bereich der börsengehandelten Fonds (ETF) um kombinierte 104.000.000 Aktien zurück. Der Wert der ETF-Bestände fiel zuvor um 50 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar als Folge von Kursverlusten und Fehlinvestitionen.

Der MSCI-Index für Schwellenländer verlor im dritten Quartal an Wert. Das stellt den größten Quartalsverlust in den vergangenen vier Jahren dar. Ausschlaggebend waren der Crash an den chinesischen Börsen und die Abwertung des Yuan. Das Vertrauen der Anleger in die Schwellenländer ist aufgrund der Wachstumsverlangsamung zunehmend geschwunden. Zudem befürchten viele Anleger, dass es zu einem Kapitalabfluss aus risikoreichen Anlagen kommen wird, sobald die US-Notenbank den Leitzins anhebt. „Die Schwellenländer sind in Ungnade gefallen“, zitiert Bloomberg Marc Chandler, Leiter der Währungsstrategie-Abteilung bei Brown Brothers Harriman. US-Investor Bridgewater Associates ist der Ansicht, dass die Schwellenmarktwertverluste wahrscheinlich weiter verbreitet sind als in den Krisen der 1980er und 1990er Jahre, weil die Investoren mehr Geld in diese Märkte investiert haben.

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