Frankfurt: Razzia bei angeblichem Islamisten

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gibt bekannt, dass sie am Freitag eine Razzia bei einem mutmaßlichen Islamisten durchgeführt hat. Er soll Spenden für den IS in Syrien gesammelt haben. Im Sauerland wurde ein Mann verhaftet, weil er sich im Vorfeld der Anschläge seltsam geäußert hatte.

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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft gibt Durchsuchungen bei einem mutmaßlichen türkischen Islamisten in Frankfurt vom Freitag bekannt. Am späten Nachmittag seien das Zimmer in der elterlichen Wohnung des 27-Jährigen sowie dessen Arbeitsplatz durchsucht worden. Der Mann soll Geld gesammelt und seinem Bruder und anderen Mitgliedern des IS für Kämpfe und Anschläge in Syrien weitergeleitet haben. Die Staatsanwaltschaft im Wortlaut:

In einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am späten Nachmittag des 13. November 2015 das Zimmer in der elterlichen Wohnung eines 27 Jahre alten türkischen Tatverdächtigen aus Frankfurt am Main sowie dessen Arbeitsplatz in einem als Treffpunkt der salafistischen Szene bekannten Grillhaus durchsucht.

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, sich an Geldsammlungen zu beteiligen, deren Erträge seinem gesondert verfolgten jüngeren Bruder und anderen Angehörigen der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ für die Durchführung von Kampfhandlungen und Anschlägen in Syrien zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen der Durchsuchung am Arbeitsplatz des Beschuldigten, die wegen der vermuteten höheren Anzahl von Gästen mit großem Polizeiaufgebot und unter Beteiligung von Beamten des Zolls und der Stadtpolizei durchgeführt wurde, konnten sechs Personen aus dem salafistischen Umfeld angetroffen werden, deren Personalien festgestellt wurden. Ein 36-jähriger Jordanier wurde wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam verbracht. Zudem wurde das durchsuchte Grillhaus wegen hygienischer Mängel vom Ordnungsamt der Stadt Frankfurt am Main umgehend geschlossen.

In der elterlichen Wohnung des Beschuldigten konnten die Beamten zudem dessen Mobiltelefon sowie diverse Speichermedien sicherstellen, deren Auswertung noch andauert.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg teilt mit, dass im sauerländischen Arnsberg ein Mann wegen Äußerungen im Vorfeld der Anschläge von Paris verhaftet wurde. Er soll Mitbewohnern in einem Asylbewerberheim zwei Tage vor den Angriffen gesagt haben, Paris werde in Angst und Schrecken versetzt werden. Derzeit werde geprüft, ob die Aussagen als glaubwürdig einzuschätzen seien.

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