Londoner Blase bei Luxus-Immobilien droht zu platzen

Die Immobilien-Blase in London droht zu platzen. Die Preise für Luxusimmobilien sind um 11,5 Prozent zurückgegangen und der Preisverfall hält an. Doch auch in Städten wie Frankfurt oder Zürich gibt es ein Blasenrisiko.

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Die Luxusimmobilien in London erleben derzeit einen drastischen Wertverfall. Die Preise für Wohnungen mit einem Wert von mindestens fünf Millionen Pfund, also 7,6 Millionen Dollar, sind im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,5 Prozent gesunken.

In der Londoner Innenstadt sind die Verkaufsmengen an Wohnungen hingegen im selben Zeitraum um 14 Prozent zurückgegangen. „Bei den teuersten Wohnungen „könnte die Immobilienblase bereits geplatzt sein“, zitiert Bloomberg den Direktor von W.A. Ellis LLP, Richard Barber. „36 Prozent aller Objekte auf dem Markt für erstklassige Londoner Innenstadt-Immobilien werden zu einem niedrigeren Preis als der Listenpreis zum Verkauf gestellt. Dabei geht es um einen Preisrückgang von durchschnittlich 8,5 Prozent“, so Barber.

Der britische Finanzminister George Osborne hatte im vergangenen Dezember die Stempelsteuer für die teuersten Immobilien des Landes eingeführt. Seitdem sind die Immobilienpreise der Luxus-Immobilien zurückgegangen. Der Käufer einer Immobilie im Wert von fünf Millionen Pfund muss noch zusätzlich 513.750 Pfund an Steuern zahlen, was 164.000 Pfund mehr als vor Einführung der Stempelsteuer sind.

Zudem hat die Pfund-Stärke gegenüber anderen Währungen ausländische Investoren entmutigt, weiterhin in den Londoner Immobilienmarkt zu investieren.

Die Großbank UBS hatte bereits Ende Oktober im Rahmen des „Global Real Estate Bubble Index“ vor einem „Blasenrisiko“ in London gewarnt. In Europa sollen in zahlreichen Großstädten die Wohnimmobilien überbewertet sein. Dazu zählen auch Frankfurt, Paris oder Zürich.

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