Schweden fahndet nach Terror-Verdächtigem: „Hohe Bedrohung“

Schwedens Behörden haben die Terror-Warnstufe angehoben und fahnden intensiv nach einem Mann, der einen Terroranschlag in dem Land geplant haben soll. Auch Dänemark erhöhte die Terror-Warnstufe.

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Nach den Anschlägen in Paris haben Dänemark und Schweden ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. In beiden Ländern gilt seit Mittwoch die zweithöchste Warnstufe. Während die dänische Polizei auf die „unsichere Lage“ in mehreren europäischen Staaten hinwies, sprach der schwedische Inlandsgeheimdienst Säpo von „konkreten Informationen“. Ein Verdächtiger wurde in Schweden wegen „Planung eines Terrorakts“ zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Polizeieinsatz am Kopenhagener Flughafen erwies sich als Fehlalarm.

Nach dem Verdächtigen werde in ganz Schweden mit Haftbefehl gesucht, sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes Säpo, Anders Thornberg. Zur Identität des Mannes machte er keine Angaben. Ein Zusammenhang mit den Attentaten in Paris bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Medienberichte, wonach es sich bei dem Gesuchten um einen Iraker mit Kampferfahrung in Syrien handelt, bestätigte Thornberg nicht.

Zuvor hatten die schwedischen Behörden als Reaktion auf die Pariser Attentate mit 129 Toten die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. „Die Entscheidung beruht auf einer Einschätzung des Nationalen Zentrums zur Bewertung von Terrorgefahren“, teilte der Geheimdienst Säpo mit. Die Hochstufung sei aufgrund von „konkreten Informationen“ erfolgt. Die Anschlagsserie in Paris habe gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) „eine erhöhte Fähigkeit aufweise, auch verhältnismäßig komplexe Attacken in Europa auszuführen“, erklärte der Geheimdienst. „Einzelpersonen könnten sich diese Taten zum Vorbild nehmen.“

Auch die dänische Polizei erhöhte am Mittwoch „ihre interne Alarmbereitschaft“. Sie verwies auf die „unsichere Lage in mehreren europäischen Ländern“. Der Geheimdienst PET gehe weiterhin von einer „ernsten Terrorgefahr“ in Dänemark aus. Die dänische Bevölkerung werde im Alltag keinen Veränderungen aufgrund der erhöhten Warnstufe spüren, betonte die Polizei.

Dänemark war im Februar von einem islamistischen Attentat erschüttert worden. Damals stürmte ein vorbestrafter Däne mit palästinensischen Wurzeln eine Diskussionsrunde über Meinungsfreiheit und Islam in einem Kopenhagener Kulturzentrum und erschoss einen Filmemacher. Später tötete der Attentäter vor einer Synagoge einen jüdischen Wachmann, bevor ihn die Polizei erschoss.

Ein Vorfall auf dem Flughafen in Kopenhagen verdeutlichte am Mittwoch die große Nervosität nach der Anschlagsserie in Paris mit mindestens 129 Toten, zu der sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte. Ein Terminal wurde für mehrere Stunden evakuiert, nachdem zwei Männer sich über eine Bombe in ihrem Gepäck unterhalten hatten.

„Sie sagten, sie hätten nur miteinander gescherzt“, sagte ein Polizeisprecher nach der Festnahme der beiden. Zur Nationalität der Männer machten die Ermittler keine Angaben. Einer von ihnen war demnach auf dem Weg nach Paris, der andere wollte nach Frankfurt am Main fliegen.

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